seine letzten Kräfte opfert. Es ist so vieles klarzustellen... Oft schien es mir, als ob alles mir frei und offenläge; aber nun sehe ich nichts, als Dunkelheit und Ver-wirrung. Wie ist es mit der Unsterblichkeit -er Seele?Wie ist es nun damit?!
Pulci: Eine alte, verfängliche Streitfrage — undnicht so ex abrupto zu beantworten! Man sagt, daßAristoteles selbst noch im Schattenreich ste mit zwei-deutigen Redewendungen umgangen hat, um sich nichtbloßzustellen, obgleich er doch so mausetot wie nur mög-lich war und dennoch lebte. Da werde erst einer ausseinen Schriften klug!
Lorenzo (auflachend): Gut!... Aber sprich du,Angelo, sprich ein wenig ernst!
Poliziano: Du bist unsterblich, mein Lauro! Mußich dir's sagen? Nicht jeder ist es; nicht der Pöbel, nichtder rühmlose und kleine Mann. Doch du wirst teil-haben an der verklärten Geselligkeit der lorbeergekröntenGeister!
Lorenzo: Und warum ich?
Pico: Nun, bei der blauäugigen Athene! Du hastdie Karnevalsgesänge geschrieben, die ich niemals an-gestanden habe, über Alighieris großes Gedicht zu stellen!
Ficino: Du bist göttlichen Ursprungs, vergiß dasnicht. Die sechs Kugeln in deinem Wappen bedeutendie Äpfel der Hesperiden, aus deren Gärten dein Ge-schlecht hervorgegangen.
IOZ