Druckschrift 
Fiorenza
Entstehung
Seite
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Locken, die spärlich unter seiner kegelförmigen Mützezum Vorschein kommen, sitzt, in den üblichen faltigenund hochgeschlossenen Rock gekleidet, etwa inmitten desRaumes, von den anderen umgeben. Pulci, ein humori-stischer Typus mit entzündeten Äuglein, rötlichen Säckendarunter, spitzer Nase, abstehenden Ohren und einemLeberflecken auf der Wange, hält den Zeigefinger amMunde, indem er mit den Übrigen in Lorenzos Antlitzblickt.

Pierleoni (tritt behutsam zu dem Kranken und be-fühlt seinen Puls): Das Blut eilt und stockt. Ich er-wäge, ob dies die Stunde nicht ist, seiner Magnifizenznoch einmal zur Ader zu lassen.

Pico: Ihr werdet ihn töten mit Euren Aderlässen!Es sind noch nicht zwölf Stunden, daß Ihr ihm einWaschbecken Blutes genommen.

Pierleoni: Der Mensch braucht kein Zehntel desBlutes, das er mit sich schleppt.

Poliziano: Wo seine Seele weilen mag? Siescheint weit von den unsrigen auf fremden Wegen zuwandeln. Ich würde gern Eure Ansicht über ihrenAufenthalt hören, geliebter Marstlius.

Ficino: Es ist wahrscheinlich, daß zu dieser Stundeim Zentrum seines Geistes die Berührung mit der gött-lichen Einheit hergestellt ist.

Pulci (indem er seine kreischende und drollig ge-brochene Stimme dämpft): Seht, seht, was alles auf

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