zwischen seinen Brauen hervorgerufen wird. Seinbreites, flaches Antlitz zeigt eine eingedrückte Nase undeinen großen vorspringenden Mund mit weichen Win-keln. Seine Wangen sind, von der Nase bis zum ab-gemagerten Kinn, von zwei tiefen und schlaffen Furchendurchzogen, die dadurch noch sichtbarer werden, daß er,unfähig, durch die Nase zu atmen, die Lippen stets ge-öffnet hält. Aber seine Augen, als er erwacht, sind trotzseiner Schwäche feurig und klar und scheinen mit ihremBlick Menschen und Gegenstände fest und inbrünstig zuumfassen; seine hohe und ereignisvolle Stirn trium-phiert über die Unschönheit seiner Züge; und seine Be-wegungen sind auch im Affekt von vollendeter Vornehm-heit. Zuweilen kann auf seinem verwüsteten Gesicht,von innen heraus, ein Ausdruck hinreißend harmloserLustigkeit Hervorbrechen, der es gänzlich zu entsündigenund kindlich zu verklären scheint. Er trägt ein faltigesund pelzverbrämtes, schlafrockartiges Gewand, das umseinen gedrungenen Hals hoch geschlossen ist. Seinbraunes, von weißen Fäden durchzogenes, in der Mittegescheiteltes Haar fällt ihm leicht gewellt in die Wangenund das Genick. Er spricht kunstvoll artikuliert, dochmit nasaler Stimme. — Seinen unruhigen Schlaf beob-achtend, befinden sich im Zimmer: Pico von Miran-dola, Poliziano, Pierleoni, Marsilio Ficino undMesser Luigi Pulci. Der alte Ficino, mit aus-gcmergeltem Gelehrtengestcht, dürrem Halse und weißen
Mann, Fiorenza