Aldobrandino (unfähig,zuschweigen):Madonna.,auch Ihr seid heute tödlich beleidigt worden!
Fiore: Beleidigt? Ich? Von wem?
Aldobrandino: Liebe, wunderschöne Herrin, —dieser Frate...
Fiore: Welcher Frate? Ein richtiger Novellen-Frate?... O, ich entsinne mich. Sah ich dich nicht heuteim Dom? Und dich? Und dich? Ich war zu meinerKurzweil hingegangen. Ihr botet keinen üblen Anblick.Ich sah, wie ihr weiß wurdet bis in die Augen hinein.
Aldobrandino: Aus Zorn, Herrin! Aus Zorn!
Fiore: Freilich. Euch schlotterten die Lippen. Euchward unwohl vor Heldenmut. Ich sah's.
Aldobrandino: Der Schurke! Der Jude! DerRäuber! Der es gewagt hat, Euch zu schmähen...
Fiore: Hört doch, welche Gewalt des Wortes! Nichtlange, so wirft du's deinem Frate gleichtun, Aldobran-dino, mein wackerer Künstler. Stimmt ein, ihr anderen!Wollt ihr zurückstehn? Wie sehr muß euch das Scheltennicht erleichtern, da Euch zu Taten im Dom der Zornkeine Zeit ließ...
Aldobrandino: Taten...Bei allen Göttern, Ihrtut Unrecht, uns zu höhnen, Madonna! Soeben noch,bevor Ihr kämet, beratschlagten wir, wie dem Unwesenzu steuern sei. Aber was vermögen wir? Lorenzo liebtuns; aber ein Wort von Euch gilt mehr bei ihm, als alleKlagereden, die wir führen könnten. Wollt nur, und
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