Haha! Ihr guten Götter! Eine drollige politische Par-tei! Eine Sache vom schwersten Gewichte! Ich bitteEuch, lehrt mich unsere Florentiner kennen! Ich kennesie nicht, ich habe sie nicht studiert. Ich bilde mir ein,daß sie ein ungemein gründliches und dauerhaftes Völk-chen von ungespäßiger Leidenschaft sind! Nein, nein,vergebt mir, aber ich kann nicht ernsthaft bleiben. So-lange ich den Dingen zuschaue, ist Piero unbeliebt inFlorenz, weil seine herrische und schroffe Art hier übelam Platze ist; aber es ist ein wenig kühn, die holprigenSonette, die auf ihn gedichtet worden, mit Bruder Giro-lamos Predigten in Verbindung zu bringen. Wenn An-drea Gondi und der kleine Salviati den Gipfel des feinenGeschmacks darin sehen, die Dominikanerkutte anzu-legen, — wollt Ihr sie daran hindern? Ich gesteheEuch, daß ich selbst schon mit diesem Gedanken gespielthabe. Ich denke, wir leben in einer Zeit der Vorurteils-losigkeit? Kann ich mich in Florenz kleiden, wie ich will,eigentümlich und meiner Persönlichkeit gemäß, ohne daßman mit Fingern auf mich zeigt, — oder nicht? Ichkann es — leiblich wie geistig genommen. Und wenn ichnun des Purpurs und Himmelblaus müde wäre und dieenthaltsame Farblosigkeit der Mönchskutte bevorzugte?Warum habt Ihr nicht Lärm geschlagen, als nach sovielen bunten Karnevalszügen, der berühmte Zug desTodes, in dem aus schwarzen Särgen die Leichen stiegen,einen so erstaunlichen Erfolg hatte? Dergleichen be-
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