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Tobias stand am Fenster, am Blumen-töpfe, und während eine seiner Hände,die lang und mager aus dem aus-gefransten Ärmel hervorsah, mechanischan dem tief in die Schläfen gestrichenenHaare drehte, hob seine Gestalt sichschwarz und sonderbar von der grauenMauer des Nachbarhauses ab. SeinGesicht war bleich und gramverzerrt,und mit einem scheelen, verlegenen,neidischen und bösen Blick verfolgteer unbeweglich Esaus Sprünge. Plötz-lich jedoch raffte er sich auf, schritt aufihn zu, hielt ihn an und nahm ihnlangsam in seine Arme.
„Mein armes Tier“ . . . begann er mitwehleidiger Stimme — aber Esau, aus-gelassen und gar nicht geneigt, sichferner in dieser Weise behandeln zulassen, schnappte munter nach derHand, die ihn streicheln wollte, ent-wand sich den Armen, sprang zu Boden,machte einen neckischen Seitensatz,blaffte auf und rannte fröhlich davon.
Was nun geschah, war etwas so Un-verständliches und Infames, dass ichmich weigere, es ausführlich zu er-zählen. Tobias Mindernickel stand mitam Leibe herunterhängenden Armenein wenig vorgebeugt, seine Lippenwaren zusammengepresst, und seineAugäpfel zitterten unheimlich in ihren