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Kirchen und Brunnen, ihren betrieb-samen, soliden und einfachen Menschenund dem grossen, altersgrauen Patrizier-hause, in dem ich aufgewachsen bin.
Das lag inmitten der Stadt und hattevier Generationen von vermögendenund angesehenen Kaufleuten über-dauert. „Ora et labora“ stand über derHausthür, und wenn man von der weiten,steinernen Diele, um die sich oben eineGallerie aus weisslackiertem Holze zog,die breite Treppe hinangestiegen war,so musste man noch einen weitläufigenVorplatz und eine kleine, dunkle Säulen-halle durchschreiten, um durch eine derhohen, weissen Thüren in das Wohn-zimmer zu gelangen, wo meine Mutteram Flügel sass und spielte.
Sie sass im Dämmerlicht, denn vorden Fenstern befanden sich schwere,dunkelrote Vorhänge; und die weissenGötterfiguren der Tapete schienenplastisch aus ihrem blauen Hintergrundhervorzutreten und zu lauschen aufdiese schweren, tiefen Anfangstöne einesChopinschen Notturnos, das sie vorallem liebte und stets sehr langsamspielte, wie um die Melancholie einesjeden Accordes auszugeniessen. DerFlügel war alt und hatte an Klangfülleeingebüsst, aber mit dem Piano-Pedal,welches die hohen Töne so verschleierte,