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Vielleicht ist er enger, mein Horizont,als der anderer Menschen? Ich habegesagt, mir fehle der Sinn für That-sächlichkeiten, — habe ich vielleicht zuviel Sinn dafür? Kann ich zu bald nichtmehr? Bin ich zu schnell fertig? Kenneich Glück und Schmerz nur in denniedrigsten Graden, nur in verdünntemZustande ?
Ich glaube es nicht; und ich glaubeden Menschen nicht, ich glaube denwenigsten, die angesichts des Lebensin die grossen Wörter der Dichter ein-stimmen — es ist Feigheit und Lüge!Haben Sie übrigens bemerkt, mein Herr,dass es Menschen giebt, die so eitelsind und so gierig nach der Hoch-achtung und dem heimlichen Neide deranderen, dass sie vorgeben, nur diegrossen Wörter des Glücks erlebt zuhaben, nicht aber die des Leidens?
Es ist dunkel, und Sie hören mirkaum noch zu; darum will ich es mirheute noch einmal gestehen, dass auchich, ich selbst es einst versucht habe,mit diesen Menschen zu lügen, um michvor mir und den anderen als glücklichhinzustellen. Aber es ist manches Jahrher, dass diese Eitelkeit zusammen-brach, und ich bin einsam, unglücklichund ein wenig wunderlich geworden,ich leugne es nicht.
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