gleiche. Er war meistens ernst undstill und konnte zuweilen in eine schlaffeMüdigkeit versinken, um dann, währendseine Augen aufblitzten, sich plötzlichzusammenzuraffen und ein ruhendesGespräch mit Eifer fortzusetzen.
Ich muss eines Tages Erwähnungthun, an dem er einige Worte fallenliess, die erst jetzt die richtige Bedeutungfür mich bekommen haben.
Es war an einem Sonntag. Wir hattenden wundervollen Spätsommermorgenfür einen Spaziergang auf der Via Appiabenutzt und rasteten nun, nachdem wirdie antike Strasse weit hinaus verfolgthatten, auf jenem kleinen, cypressen-umstandenen Hügel, von dem aus maneinen entzückenden Blick auf die sonnigeCampagna mit dem grossen Aquäduktund auf die Albanerberge geniesst, dieein weicher Dunst umhüllt.
Paolo ruhte halbliegend, das Kinn indie Hand gestützt, neben mir auf demwarmen Grasboden und blickte mitmüden, verschleierten Augen in dieFerne. Dann war es wieder einmal jenesplötzliche Aufraffen aus völliger Apathie,mit der er sich an mich -wandte:
„Diese Luftstimmung! — Die Luft-stimmung ist das Ganze!“
Ich erwiderte etwas Beistimmendes,und es war wieder still. Und da plötz-