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Der Kleine Herr Friedemann : Novellen
Entstehung
Seite
63
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geschlafen, sondern bin in meinemWettermantel hinunter an den Strandgegangen und habe mich dort auf einenStein gesetzt.

Hinter mir war in Dunkelheit undRegen der Hügel mit dem grauen Haus,in dem die kleine Asuncion schlief,meine kleine Asuncion! Und vor mirwälzte das Meer seinen trüben Schaumbis vor meine Püsse.

Ich habe die ganze Nacht hinaus-geblickt, und mich dünkte, so müsseder Tod sein oder das Nach dem Tode:dort drüben und draussen ein unend-liches, dumpf brausendes Dunkel. Wirddort ein Gedanke, eine Ahnung vonmir fortleben und -weben und ewig aufdas unbegreifliche Brausen horchen?

Den 8. Oktober.

Ich will dem Tode danken, wenn erkommt, denn nun wird es zu bald erfülltsein, als dass ich noch warten könnte.Drei kurze Herbsttage noch, und eswird geschehen. Wie gespannt ich binauf den letzten Augenblick, den aller-letzten! Sollte es nicht ein Augenblickdes Entzückens und unsäglicher Süssig-keit sein? Ein Augenblick höchsterWollust?

Drei kurze Herbsttage noch, und derTod wird hier zu mir ins Zimmer treten