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Das Aufgeben des Lebens und die Hin-gabe an den Tod geschieht ohne Unter-schied aus Schwäche, und diese Schwächeist stets die Folge einer Krankheit desKörpers oder der Seele, oder beider.Man stirbt nicht, bevor man einver-standen damit ist . . .
Bin ich einverstanden? Ich muss eswohl sein, denn ich glaube, dass ichwahnsinnig werden könnte, wenn icham zwölften Oktober nicht stürbe . . .
Den 5. Oktober.
Ich denke unaufhörlich daran, undes beschäftigt mich ganz und gar. —Ich sinne darüber, wann und wohermein Wissen mir gekommen ist, ichvermag es nicht zu sagen! Ich wusstemit neunzehn oder zwanzig Jahren, dassich mit vierzig sterben müsste, undirgend eines Tages, als ich mich ein-dringlich fragte, an welchem Tage esgeschehen werde, da wusste ich auchden Tag!
Und nun ist er so nahe herangekommen,so nahe, dass ich den kalten Atem desTodes zu verspüren meine.
Den 7. Oktober.
Der Wind hat sich verstärkt, die Seebraust, und der Regen trommelt aufdem Dache. Ich habe in der Nacht nicht