56
mehr als einen oder zwei Menschen ge-troffen hatten.
Während wir zurückschritten, freuteich mich über den Anblick meines Hauses.Wie gut ich es mir gewählt habe!Schlicht und grau blickt es von demHügel, dessen Gras nun welk und feuchtund dessen Weg aufgeweicht ist, überdas graue Meer hinaus. Auf der Rück-seite führt die Chaussee vorbei, unddahinter sind Felder. Aber darauf achteich nicht; ich achte nur auf das Meer.
Den 15. September.
Dieses einsame Haus auf dem Hügelam Meere unter dem grauen Himmelist wie ein düsteres, geheimnisvollesMärchen; und so will ich es haben inmeinem letzten Herbst. Heute Nach-mittag aber, als ich am Fenster meinesArbeitszimmers sass, war ein Wagenda, der Vorräte brachte, der alte Franzhalf beim Auspacken, und es gab Ge-räusch und verschiedene Stimmen. Ichkann nicht sagen, wie mich das störte.Ich zitterte vor Missbilligung: Ich habebefohlen, dass dergleichen nur früh-morgens geschehen soll, wenn ich schlafe.Der alte Franz sagte nur: — Zu Befehl,Herr Graf. Aber er sah mich mit seinenentzündeten Augen ängstlich und zwei-felnd an.