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Der Kleine Herr Friedemann : Novellen
Entstehung
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und zuckenden kleinen Wesens prüfte,machte ein sehr, sehr ernstes Gesicht,die drei Töchter standen schluchzend ineinem Winkel, und Frau Friedemann inihrer Herzensangst betete laut.

Die arme Frau hatte es noch vor derGeburt des Kindes erleben müssen, dassihr Gatte, der niederländische Konsul,von einer ebenso plötzlichen wie heftigenKrankheit dahingerafft wurde, und siewar noch zu gebrochen, um überhauptder Hoffnung fähig zu sein, der kleineJohannes möchte ihr erhalten bleiben.Allein nach zwei Tagen erklärte ihr derArzt mit einem ermutigenden Hände-druck, eine unmittelbare Gefahr seischlechterdings nicht mehr vorhanden,die leichte Gehirnaffektion, vor allem, seigänzlich gehoben, was man schon andem Blicke sehen könne, der durchausnicht mehr den stieren Ausdruck zeigewie anfangs . . . Freilich müsse manabwarten, wie im übrigen sich die Sacheentwickeln werde — und das Bestehoffen, wie gesagt, das Beste hoffen . ..

II.

Das graue Giebelhaus, in dem JohannesFriedemann aufwuchs, lag am nördlichenThore der alten, kaum mittelgrossen