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Denn Gewissen schien immer mir Sinn und Sache der
Prosa ^
Das Gewissen des Herzens und das des verfeinerten Ohres.Ja, sie schien mir Moral und Musik, — so übt' ich sie immer.Dichter? Ich war es! Denn wo sich ursprünglich die Liebe
zur Sprache
Jeder Liebe gesellt und allem Erleben sich mischet.
Da sei von Dichtertum kühnlich die Rede, — dag Wort
ist am Platze. —
Dennoch, erinnere dich! Gedenke verjährter Beschämung,Heimlicher Niederlage, nie eingestandnen Versagens:
Wie du in Tugend den Mangel verkehrt und Staunen
sogar noch
Endlich dafür geerntet, — doch Bitterkeit blieb auf der
Zunge.
Weißt du noch? Höherer Rausch, ein außerordentlich FühlenKam auch wohl über dich einmal und warf dich danieder,Daß du lagst, die Stirn in den Händen. Hymnisch erhob sichDa deine Seele, es drängte der ringende Geist zum GesängeUnter Tränen sich hin. Doch leider blieb alles beim alten.Denn ein versachlichend Mühen begann da, ein kältend
Bemeistern, —
Siehe, es ward dir das trunkene Lied zur sittlichen Fabel.War es nicht so? Und warum? Es scheint, du wagtest
den Flug nicht?
Was dir ziemte, was nicht, du wußtest's im innersten HerzenUnd beschiedest dich still; doch schmerzte der tiefere Fehlschlag.Nochmals, war eS nicht so? Und sollt' es dabei sein
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