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Herr und Hund
Entstehung
Seite
142
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— I§2 --

Denn Gewissen schien immer mir Sinn und Sache der

Prosa ^

Das Gewissen des Herzens und das des verfeinerten Ohres.Ja, sie schien mir Moral und Musik, — so übt' ich sie immer.Dichter? Ich war es! Denn wo sich ursprünglich die Liebe

zur Sprache

Jeder Liebe gesellt und allem Erleben sich mischet.

Da sei von Dichtertum kühnlich die Rede, — dag Wort

ist am Platze. —

Dennoch, erinnere dich! Gedenke verjährter Beschämung,Heimlicher Niederlage, nie eingestandnen Versagens:

Wie du in Tugend den Mangel verkehrt und Staunen

sogar noch

Endlich dafür geerntet, — doch Bitterkeit blieb auf der

Zunge.

Weißt du noch? Höherer Rausch, ein außerordentlich FühlenKam auch wohl über dich einmal und warf dich danieder,Daß du lagst, die Stirn in den Händen. Hymnisch erhob sichDa deine Seele, es drängte der ringende Geist zum GesängeUnter Tränen sich hin. Doch leider blieb alles beim alten.Denn ein versachlichend Mühen begann da, ein kältend

Bemeistern, —

Siehe, es ward dir das trunkene Lied zur sittlichen Fabel.War es nicht so? Und warum? Es scheint, du wagtest

den Flug nicht?

Was dir ziemte, was nicht, du wußtest's im innersten HerzenUnd beschiedest dich still; doch schmerzte der tiefere Fehlschlag.Nochmals, war eS nicht so? Und sollt' es dabei sein

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