Druckschrift 
Herr und Hund
Entstehung
Seite
131
Einzelbild herunterladen
 

- IZl

II'

ihm nach, und während der Mann sich einen Opern-schritt vorwärts fallen ließ, Brust und Angesicht genHimmel geworsen, die Flinte am Niemen in der rechtenFaust, spielte sich dort oben, wohin er blickte und wohinauch wir blickten, ein Vorgang kurzer, stiebender Verwir-rung ab: die Entengruppe fuhr auseinander, ein wildesFlattern entstand, wie wenn ein Stoßwind in losen Se-geln knallt, der Versuch eines GleitstugS solgke, und plötz-lich zur Sache geworden, siel der getroffene Körper, raschwie ein Stein, in der Nähe des jenseitigen Ufers auf dieWasserstäche hinab.

Es war dies nur die erste Hälfte der Handlung. Dochmuß ich mich hier in ihrer Ausmalung unterbrechen, um denlebendigen Blick meiner Erinnerung auf Bauschan zurichten. Geprägte Redensarten bieten sich an, um seinVerhalten zu kennzeichnen, Kurrentmünze, gangbar ingroßen Fällen, ich könnte sagen, er sei wie vom Donnergerührt gewesen. Allein dag mißfällt mir, und ich mageö nicht. Die großen Worte, abgenutzt wie sie sind, eig-nen sich gar nicht sehr, dag Außerordentliche auszudrücken;vielmehr geschieht dies am besten, indem man die kleinenin die Höhe treibt und auf den Gipfel ihrer Bedeutungbringt. Ich sage nichts weiter, als daß Bauschan beimFlintenknall, bei seinen Begleitumständen und Folgeer-scheinungen stutzte, und es war dasselbe Stutzen, dasihm überhaupt vor auffälligen Dingen eigentümlich undmir an ihm wohlbekannt ist, nur allerdings ins Grenzen-lose gesteigert. Es war ein Stutzen, das seinen Körpernach hinten, nach links und nach rechts schleuderte, ein

RI

S'