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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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die Augäpfel sich nach oben kehrten, halb unter den Lidernverschwanden und haltlos dort hin und her irrten. Der wieder-holten Einladung der Mutter, doch nur näher zu treten, versagteich die Folge und wandte mich in Tränen. -

Am 25 August 1940 traf mich hier in Freising die Nachrichtvon dem Erlöschen der Reste eines Lebens, das meinem eigenenLeben, in Liebe, Spannung, Schrecken und Stolz, seinen wesent-lichen Inhalt gegeben hat. Am offenen Grabe auf dem kleinenFriedhof von Oberweiler standen mit mir, ausser den Angehö-rigen, Jeanette Scheurl, Rüdiger Schildknapp, KunigundeRosenstiel und Meta Nackedey, dazu eine unkenntlich verschlei-erte Fremde, die, während die Erdschollen auf den eingebette-ten Sarg fielen, wieder verschwunden war.

Deutschland, die Wangen hektisch gerötet, taumelte dazu-mal auf <äer Höhe wüster Triumphe, im Begriffe, die Welt zugewinnen kraft des einen Vertrages, den es zu halten geson-nen war, und den es mit seinem Blute gezeichnet hatte. Heutestürzt es, von Dämonen umschlungen, über einem Auge die Handund mit dem andern ins Grauen starrend, hinab von Verzweif-lung zu Verzweiflung. Wann wird es des Schlundes Grund errei-chen? Wann wird aus letzter Hoffnungslosigkeit, ein Wunder,das über den Glauben geht, das Licht der Hoffnung tagen?

Ein einsamer Mann faltet seine Hände und spricht: Gott seieuerer armen Seele gnädig, mein Freund, mein Vaterland.

Ende