Augen einer gemischten, an ihn nicht gewöhnten Menge auf denseinerseits Weltentwöhnten gerichtet sein sollten. Aber wasblieb mir denn übrig, als mit Hand anzulegen an das Unterneh-men, das er selbst schon weitgehend eingeleitet hatte, seinerWeisung zu folgen und meine Telephonate zu tätigen? Es gabkeine Absagen, im Gegenteil, wie ich sagtet nur zusätzlicheGesuche um Beteiligungserlaubnis kamen vor.
Nicht nur, dass ich die Veranstaltung nicht gerne sah:ich will in meinem Geständnis weitergehen und niederlegen,dass ich sogar versucht war, mich persönlich davon fernzu-halten. Dem stand jedoch ein sorgenvolles Pflichtgefühlentgegen, des Sinnes, ich müsse, gern oder nicht, unbedingtdabei sein und alles überwachen. Und so begab ich mich dennan jenem Samstag Nachmittag mit Helenen nach München, wo wirden Waldshut-Garmischer Personenzug nahmen. Wir teiltendas Coup4 mit Schildknapp, Jeanette Scheurl und KunigundeRosenstiel. Über andere Wagen hin war die übrige Gesell-schaft verteilt, ausgenommen nur das Ehepaar Schlaginhaufen,der schwäbelnde alte Rentner und die geborene von Plausig,die zusammen mit ihren Sängerfreunden die Fahrt in ihremAuto machten. Dieses, schon vor uns eingetroffen, leistetebei der Ankunft in Pfeiffering gute Dienste, indem es zwi-schen der kleinen Station und Hof Schweigestill mehrmalshin und her fuhr und die Gäste, die es nicht etwa vorzogen,zu Fusse zu gehen (das Wetter hielt sich, obgleich ein Gewit-ter leise grollend am Horizonte stand) gruppenweise dorthinbrachte. Denn für Beförderung vom Bahnhof zum Hause warnicht gesorgt, - Frau Schweigestill, die Helene und ich inder Küche aufsuchten, wo sie mit Hilfe Clementines in allerEile einen Imbiss für so viele, Kaffee, in Streifen geschnit-tene Butterbrote und kühlen Apfelsaft vorbereitete, erklär-te uns, in nicht geringer Bestürzung, dass Adrian sie aufdie Invasion mit keinem Wort vorbereitet habe.
729