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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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zu meiner Rührung die väterlichen, die altdeutschen ZügeJonathan Leverkühns entgegen. Mit ihr war ihr Gatte, an dendie Depesche gegangen war, und der sie von Suderode abgeholthatte: Johannes Schneidewein, ein grosser, schöner, schlich-ter Mann im blonden Bart, mit den blauen Augen ITepomuks undvon der bieder-bedeutsamen Sprechweise, die Ursula früh vonihm angenommen, und deren Rhythmus wir im Stimmklang desElfen, an Echo gekannt hatten.

Wer sonst noch im Zimmer war, ausser der ab- und zugehen-den Frau Schweigestill, das war die wollige Kunigunde Rosen-stiel, welche bei einem Besuch, der ihr erlaubt gewesen, desKnäbleins Bekanntschaft gemacht und es leidenschaftlich inihr trauerndes Herz geschlossen hatte. Sie hatte damals,mit der Maschine, auf Briefbögen ihrer derben Firma und mitkaufmännischen Undzeichen, einen langen Brief in vorbildli-chem Deutsch über ihre Eindrücke an Adrian geschrieben.

Nun hatte sie es, die Nackedey aus dem Felde schlagend,durchgesetzt, die Schweigestills und zuletzt Ursel Schnei-dewein in der Pflege des Kindes ablösen zu dürfen, wechselteseinen Eisbeutel, wusch es mit Alkohol, suchte ihm Medizinund Nahrungssaft einzuflössen und räumte nachts ungern undselten einem andern den Platz an seinem Bette ein...

Wir hatten, die Schweigestills, Adrian, seine Verwandten,Kunigunde und ich, im Nike-Saal ein wortkarges Abendessen .mit einander, von dem öfters eine der Frauen aufstand, umnach dem Kranken zu sehen. Am Sonntag Vormittag schonmusste ich, so schwer es mir wurde, Pfeiffering verlassen.Für den Montag hatte ich noch einen ganzen Stapel lateini-scher Extemporalien zu korrigieren. Ich schied von Adrian,milde Wünsche auf den Lippen, und wie er mich entliess, warmir lieber, als wie er mich gestern empfangen hatte. Miteiner Art von Lächeln sprach er auf englisch die Worte:

- Then to the elements. Be free, and fare thou well!

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