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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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"Guten Morgen, Euer Gnaden!

Es ist heute schlecht baden.”

Dies aus mehreren Gründen: erstens weil das Wasser heut garso nass sei und auch nur fünf Grad R&aumur habe, ferner aber,weil "drei Gäste aus Schweden" da seien -

"Ein Schwertfisch, ein Sägefisch und Hai -ganz in der Nähe schwimmen die drei."

Er brachte diese vertraulichen Warnungen so drollig vor undhatte eine so grossäugige Art, die drei unerwünschten Gästeaufzuzählen und ins Gemütlich-Unheimliche zu fallen bei derNachricht, sie schwämmen ganz nahebei, dass wir beide lautauflachten-. Er blickte uns in die Gesichter dabei, unsereHeiterkeit mit schelmischer Neugier beobachtend, - die meinezumal, wie mir schien, denn er wollte wohl sehen, ob, zumeinem eigenen Besten, meine abgeschmackte Rauh- und Trocken-Pädagogik sich darin löse.

Guter Gott, das tat sie denn auch, ich kam seit dem erstendummen Versuche nicht mehr darauf zurück, ausser allein,dass ich den kleinen Gesandten aus Kinder- und Elfenlandstets mit fester Stimme "Nepomuk!" anredete und ihn "Echo"nur nannte, wenn ich mit seinem Onkel von ihm sprach, der,wie die Frauen, diesen Namen aufgegriffen hatte. Dabei wirdman es verstehen, dass der Erzieher und Lehrer in mir etwasbesorgt, beunruhigt, ja verlegen blieb angesichts einer frei-lich anbetungswürdigen Lieblichkeit, die aber doch der Zeitanheimgegeben, und der beschieden war, zu reifen und demIrdischen zu verfallen. In kurzer Frist würde das lächelndeHimmelsblau dieser Augen seine Urreinheit von anderwärtseinbüssen; dies Engelsmienchen von eigentümlich ausgespro-chener Kindlichkeit, mit dem leicht gespaltenen Kinn, demreizenden Mund, der im Lächeln, wenn er die schimmerndenMilchzähne sehen liess, etwas voller wurde, als er in derRuhe war, und zu dessen Winkeln, von dem feinen Näschen her,

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