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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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- So wollen wir hineingehen, entschied er und nahm wiederNepomuks Hand, ihn zu führen. - Gewiss habt ihr unserenGästen eine kleine Erfrischung vorbereitet.

Das war geschehen. Im Nike-Saal wurde Rosa Schneideweinmit Kaffee, der Kleine mit Milch und Kuchen bewirtet. SeinOnkel sass mit am Tisch und sah ihm zu bei der Mahlzeit, dieer sehr zierlich und reinlich einnahm. Mit seiner Nichtehielt Adrian dabei wohl einiges Gespräch, hörte aber schlechtauf das, was sie sagte, beschäftigt wie er war, mit dem Anschau-en des Elfen und ebenso sehr damit, seine Ergriffenheit imDiskreten zu halten und nicht beschwerlich damit zu fallen,

- eine unnötige Sorge übrigens, da Echo sich aus stummer Be-wunderung und gebannten Blicken längst nichts mehr zu machenschien. Den holden Dankesaufblick dieser Augen, für einStück Kuchen, die Zureichung von etwas Eingemachten, zu ver-säumen, wäre ohnehin Sünde gewesen.

Schliesslich sprach das Männlein die Silbe ".'habt','. Siewar, wie die Schwester erklärte, von jeher sein Ausdruckfür Gesättigt sein, zur Genüge haben, Nicht mehr mögen, einefrühkindliche Abkürzung von "Ich hab es gehabt", die er bisheute beibehalten hatte, "'habt"! sagte er; und als MutterSchweigestill ihm aus Gastlichkeit noch etwas aufnötigenwollte, erklärte er mit einer gewissen überlegenen Vernunft;

- Echo will dess lieber Umgang nehmen.

Er rieb sich die Augen mit den Fäustchen zum Zeichen derSchläfrigkeit. Man brachte ihn zu Bett, und während seinesSchlummers unterhielt Adrian sich mit Schwester Rosa in sei-nem Arbeitszimmer. Sie blieb nur bis in den dritten Tag,ihre Pflichten in Langensalza zogen sie heim. Bei ihremPortgang weinte Nepomuk etwas, versprach dann aber, bis sieihn wiederhole, immer "herzig" zu sein. Mein Gott, als ober sein Wort nicht gehalten hätte! Als ob er überhaupt fähiggewesen wäre, es nicht zu halten! Er brachte etwas wie Glück-

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