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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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beredt vorgeschlagene Verbindung. Die Bekanntschaft mitDr. Leverkühn sei ihr eine Ehre und Freude gewesen, aberleider schliesse der Bescheid, den sie ihm jetzt erteilenmüsse, wohl jede weitere Begegnung als peinlich aus. Siebedauere aufrichtig, es so auffassen zu müssen, dass von die-ser Veränderung der Dinge auch der Überbringer und Befürwor-ter unerfüllbarer Wünsche betroffen sei. Zweifellos sei esnach dem Vorgefallenen besser und leichter, einander nichtwiederzusehen. Sie nehme hiermit freundlichen Abschied vonihm, "Adieu, monsieur!"

Er bat: "Marie'" Aber sie gab nur ihrem Erstauenen Aus-druck, dass er mit ihrem Vornamen bekannt sei und wiederhol-te die Verabschiedung, die ich so deutlich in ihrem Stimmklangim Ohr habe: "Adieu, monsieur?"

Er ging, - ein begossener Pudel, von aussen gesehen, aberinnerlich bis zur Beglücktheit vergnügt. Adrians Heirats-idee hatte sich als der Unsinn erwiesen, der sie war, unddass er sich dazu hergegeben, sie ihr zu unterbreiten, hattesie sehr übelgenommen, - sie war zum Entzücken empfindlichdagegen gewesen. Adrian über den Ausgang seines BesuchesBericht zu erstatten, beeilte er sich nicht, - wie froh erwar, dass er sich durch das ehrliche Eingeständnis, er selbstsei nicht kalt gegen die Reize des Mädchens, vor ihm salvierthatte. Was er tat, war, niederzusitzen und einen Schreibe-brief an die Godeau abzufassen, worin er ihr sagte, dass ermit ihrem "Adieu, monsieur" nicht leben und nicht sterbenkönne, und dass er sie um Lebens und Sterbens willen Wieder-sehen müsse, nämlich um ihr die Frage vorzulegen, die erschon hiermit von ganzer Seele an sie richte: Ob sie dennnicht verstehe, dass ein Mann aus Verehrung für einen ande-ren die eigenen Gefühle opfern und über sie hinweggehen kön-ne, indem er sich zum uneigennützigen Anwalt der Wünsche desanderen mache. Und ob sie nicht ferner verstehe, dass die

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