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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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künstlerische Entwicklung im Allgemeinen und seine zweifellosgrosse Zukunft schloss.

Der Gefeierte schien das nicht hören zu können, rief"Na, na?" und "Tu di fei halten!", versichernd, der Meisterübertreibe entsetzlich, war aber rot vor Vergnügen. Zwei-fellos war es ihm lieb, vor Marien so herausgestrichen zuwerden, aber die Freude darüber, dass es aus diesem Mundegeschah, war auch unverkennbar, und seine Dankbarkeit äusser-te sich in der Bewunderung von Adrians Ausdrucksweise. DieGodeau hatte von der Prager fragmentarischen Aufführung der"Apokalypse" gehört und gelesen und erkundigte sich nachdem Werk. Adrian wehrte ab.

- Sprechen wir nicht, sagte er, - von diesen frommen Sün-den!

Davon war Rudi begeistert.

- Fromme Sünden! wiederholte er jubelnd. - Haben Sie dasgehört? Wie er redet! Wie er die Worte zu brauchen weiss!

Er ist grossartig unser Meister!

Dabei drückte er Adrians Knie, wie es seine Art war. Ergehörte zu den Menschen, die immer zugreifen, berühren, an-fassen müssen, den Oberarm, den Ellbogen, die Schulter.

Er tat es sogar bei mir und sogar bei Frauen, die es meistensnicht . ungern hatten. -

In Oberammergau machte unsere kleine Gesellschaft einenKreuz- und Quer-Spaziergang durch die gepflegte Ortschaftmit ihren idealischen, an Schnitzereien der Dachfirste undBaikone reichen Bauernhäusern, den Wohnungen von Jüngern,Heiland und Gottesmutter. Vorübergehend, während die Freundeauch noch den nahem Galvarienberg bestiegen, sonderte ichmich ab, um ein mir bekanntes Fuhrgeschäft aufzusuchen undeinen Schlitten zu bestellen. Ich traf die sechs anderenwieder zum Mittagsmahl in einem Gastlokal, das einen vonTischchen umgebenen, gläsernen, von unten zu erleuchtenden

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