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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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berührenden Unterhaltung, die ich im Sinne habe.

Sie entspann sich im Anschluss an mechanisch-musikali-sche Darbietungen, mit denen der Hausherr uns nach dem Kaffeeregalierte, während man fortfuhr zu rauchen und Liqueur zutrinken. Damals hatte die Grammophon-Platte angefangen, ei-ne sehr glückliche Entwicklung zu nehmen, und Bullingerliess aus seinem kostbaren Schrank-Apparat mehreres Genuss-reiche erschallen: den wohlgespielten Falzer aus Gounods"Paust”, wie ich mich erinnere, zuerst, an dem BaptistSpengler nur auszusetzen hatte, dass er als Melodie einesVolkstanzes auf der Wiese entschieden zu elegant und salon-mässig sei. Man kam überein, dass dieser Stil viel besserpasse im Palle der reizenden Ball-Musik in Berlioz' Phanta-stischer Symphonie und fragte nach deip. Stück. Die Plattewar nicht da. Dafür pfiff Schwerdtfeger die Melodie mit un-fehlbaren Lippen, im Violin-Timbre, rein und vorzüglich, undlachte über den Applaus, indem er nach seiner Art die Schul-tern in den Kleidern rückte und einen Mundwinkel grimassierendnach unten zog. Zum Vergleich dann mit dem Französischenverlangte man nach dem Wiener Tonfall, nach Lanner und Jo-hann Strauss dem Jüngeren, und unser Gastgeber spendete be-reitwillig aus seinem Fundus, bis eine Dame - ich weiss nochgenau, dass es Frau Radbruch, die Frau des Verlegers war -zu bedenken gab, ob man mit all diesem leichtfertigen Zeugden unter uns anwesenden grossen Komponisten nicht langweile.Sie fand besorgte Zustimmung, nach der Adrian sich erstauntumhörte, da er die Frage nicht aufgefasst hatte. Als mansie ihm wiederholte, protestierte er lebhaft. Um GottesWillen, nein, das sei ein Missverständnis. Niemand könnean diesen in ihrer Art meisterhaften Dingen mehr Vergnügenhaben, als er.

- Sie unterschätzen meine musikalische Erziehung, sagteer. - Ich hatte in zarter Jugend einen Lehrer (und er blickte

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