Und auch Pianist wollen Sie nicht sein? Sie lehnen es ab,Ihre Lieder zu begleiten? Ich verstehe. Cher Maitre, jevous comprends a demi mot! Es ist nicht Ihre Art, sich beiVollendeten aufzuhalten. Für Sie ist die Ausführung einesWerkes seine Aufführung, es ist für Sie mit der Niederschriftabgetan. Sie spielen es nicht, Sie dirigieren es nicht,denn sogleich würden Sie es verändern, es in Varianten undVariationen auflösen, es weiter entwickeln und vielleichtverderben. Wie ich das verstehe! Mais c'est dommage, pour-tant. An persönlichem Reiz erleiden die Konzerte dadurcheine entschiedene Einbusse. Ah, bah, wir werden uns zu hel-fen wissen! Wir werden uns nach weltbekannten Chefs d'orche-stre als Interpreten umsehen - wir werden uns nicht langeumzusehen haben! Der ständige Begleiter von Mme. de Strozzi-Pecic wird das Accompagnement der Lieder übernehmen, undwenn Sie, maitre, nur überhaupt mitkommen, nur überhauptdabei sind und sich dem Publikum zeigen, so wird nichts ver-loren, wird alles gewonnen sein.
- Dies allerdings ist Bedingung, - ah, non? Sie dürfenmir nicht die Aufführung Ihrer Werke in absentia anheimgeben!Ihr persönliches Erscheinen ist unerlässlich, particuliere-ment 4 Paris, wo der musikalische Ruhm in drei, vier Salonsgemacht wird. Was kostet es Sie, einige Male zu sagen: "Toutle monde sait, Madame, que votre jugement musical est in-faillible?" Es kostet Sie nichts, und Sie werden eine MengeVergnügen davon haben. Als gesellschaftliche Ereignisse kom-men meine Veranstaltungen gleich nach den Premieren von HerrnDiaghilews Ballet Russe, - wenn sie nach ihnen kommen. Siewerden jeden Abend eingeladen sein. Nichts schwieriger, imAllgemeinen, als in die vornehme Pariser Gesellschaft einzu-dringen, Für einen Künstler jedoch ist nichts leichter, alsdas - und befände er sich auch erst im Vorstadium des Ruhms,der skandalösen Vielberufenheit. Die Neugier legt jede Bar-
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