solcher Konzertabend wirklich vor der Zeit abgebrochen wer-den musste, - daran ist im Grunde auch den Allerentrüstetstennichts gelegen, im Gegenteil, sie wünschen, sich noch wieder-holt zu entrüsten, darin besteht der Genuss, den ihnen derAbend bereitet, und übrigens bewährt merkwürdiger V/eise diekleine Zahl der Kundigen eine überlegene Autorität. Zweitensaber ist ja keineswegs gesagt, dass es bei jeder Veranstal-tung fortgeschrittenen Charakters zugehen muss, wie ich an-deutete. Bei genügender publizistischer Vorbereitung, hin-reichender Einschüchterung der Dummheit im Voraus, kann maneinen durchaus würdigen Verlauf garantieren, und gerade wennman heute einen Angehörigen der ehemals feindlichen Katio-nen, einen Deutschen präsentiert, ist auf ein vollkommen höf-liches Verhalten des Publikums zu rechnen.
- Das ist eben die gesunde Spekulation, auf die mein Vor-schlag, meine Einladung sich gründet. Ein Deutscher, unboche qui par son genie appartient au monde et qui marcheä la täte du progres musical! Das ist heutzutage eine extrempikante Herausforderung an die Heugier, die Vorurteilslosig-keit, den Snobism,. die gute Erziehung des Publikums, - destopikanter, je weniger dieser Künstler sein nationales Geprä-ge, sein Deutschtum verleugnet, je mehr er Gelegenheit gibtzu dem Ausruf "Ah, 9a c'est bien allemand, par exemple!"
Denn das tun Sie, eher Maitre, pourquoi pas le dire? Siegeben diese Gelegenheit auf Schritt und Tritt, - nicht sosehr in Ihren Anfängen, zur Zeit von cette "Phosphorescencede la mer" und Ihrer komischen Oper, aber später von Werkzu Werk immer mehr. Gewiss denken Sie, dass ich vor allemIhre grimmige Disziplin im Auge habe, et que vous enchainezvotre art dans un Systeme de rägles inexorables et neo-classiques, indem Sie sie zwingen, sich in diesen eisernenFesseln - wenn nicht mit Anmut, so doch mit Geist und Kühn-heit zu bewegen. Aber wenn es das ist, was ich meine, so
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