Ambition wird von ihr abfallen lind eine neue Unschuld, jaHarmlosigkeit ihr Teil sein. Die Zukunft wird in ihr, sieselbst wird wieder in sich die Dienerin sehen an einer Gemein-schaft, die weit mehr als "Bildung” umfassen und Kultur nichthaben, vielleicht aber eine sein wird. Uir stellen es unsnur mit Mühe vor, und doch wird es das geben und wird dasNatürliche sein? eine Kunst ohne Leiden, seelisch gesund, un-feierlich, untraurig-zutraulich, eine Kunst mit der Mensch-heit auf Du und Du...
Er brach ab, und wir alle drei schwiegen erschüttert. Esist schmerzlich und herzzerbrechend zugleich, die Einsamkeitvon der Gemeinschaft, die Unnahbarkeit vom Zutrauen redenzu hören. Bei aller Rührung war ich in tiefster Seele unzu-frieden mit seiner Äusserung, geradezu unzufrieden mit ihm.
Was er gesagt hatte, passte nicht zu ihm, zu seinem Stolz,seinem Hochmut, wenn man will, den ich liebte, und auf dendie Kunst ein Anrecht hat. Kunst ist Geist, und der Geistbraucht sich ganz und gamicht auf die Gesellschaft, dieGemeinschaft verpflichtet zu fühlen, - er darf es nicht, mei-ner Meinung nach, um seiner Freiheit, seines Adels willen.
Eine Kunst, die "ins Volk geht", die Bedürfnisse der Menge,des kleinen Mannes, des Banausentums zu den ihren macht,gerät ins Elend, und es nun ihr zur Pflicht zu machen, etwavon Staates wegen? nur eine Kunst zuzulassen, die der kleineMann versteht, ist schlimmstes Banausentum, und der Mord desGeistes. Dieser, das ist meine Überzeugung, kann bei seinengewagtesten, ungebundensten, der Menge ungemässesten Vor-stössen, Forschungen, Versuchen gewiss sein, auf irgend einehoch-mittelbare Weise dem Menschen - auf die Dauer sogar denMenschen zu dienen.
Unzweifelhaft war das auch die natürliche Gesinnung Adrians.Aber es beliebte ihm, sie zu verleugnen, und ich irrte michw °hl sehr, wenn ich das als eine Verleugnung seines Hochmuts
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