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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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sauren Mundes an Darios Seite die Gasse hinab zu den Acker-,den Pfahlbürgern, und ich blieb für mich*

Sass allein hier im Saal, nahendt bei den Fenstern, diemit den Läden vermacht, vor mir die Länge des Raums, bei mei-ner Lampe und las Kierkegaard über Mozarts Don Juan*

Da fühl ich mich auf den Plotz von schneidender Kälte ge-troffen, so als sässe Einer im winterwarmen Zimmer und aufeinmal ginge ein Fenster auf nach aussen gegen den Frost.

Kam aber nicht von hinter mir, wo die Fenster sind, sondernfällt mich von vom an, Rucke auf vom Buch und schau in denSaal, sehe, dass wohl Sch. schon zurückgekehrt, denn ichbin nicht mehr allein: Jemand sitzt im Dämmer auf dem Rosshaar-sofa, das mit Tisch und Stühlen nahe der Tür ungefähr mittenim Raum steht, wo wir morgens das Frühstück nehmen, - sitzt inder Sofaecke mit übergeschlagenem Bein, aber es ist nichtSch., ist ein Anderer, kleiner als er, lange so stattlichnicht und überhaupt kein rechter Herr. Aber fortwährenddringt mich die Kälte an.

- Chi d costa! ist, was ich rufe mit etwas verschnürterKehle, auf gestützt mit den Händen den Armen des Stuhls, so,dass das Buch mir von den Knien zu Boden fällt. Antwortetdie ruhige, langsame Stimme des Anderen, eine gleichsam ge-schulte Stimme mit angenehmer Hasenresonanz:

- Sprich nur deutsch! Hur fein altdeutsch mit der Spracheheraus, ohn* einzige Bemäntelung und Gleissnerei. Ich versteh©3. Ist gerad recht meine Lieblingssprache. Manchmal ver-steh* ich überhaupt nur deutsch. Hol dir übrigens den Paletot,auch den Hut und das Plaid. Es geht kalt zu dir. Du wirstschnattern, mag es auch nicht zum Verkühlen sein.

- Wer sagt Du zu mir? frage ich aufgebracht.

- Ich, sagt er. - Ich, mit Gunst. Ach, du meinst, weildu niemandem du sagst, nicht einmal deinem Humoristen, dem .Gentleman, ausser allein dem Kindgespiel, dem Getreuen, der

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