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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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Mädel, wie schlecht bist du», das ganz davon beherrscht ist,dann namentlich in dem Spätwerk, worin Kühnheit und Verzweif-lung sich auf eine so einzigartige Weise mischen, der inpfeiffering geschriebenen »'Wehklag Dr. Fausti», wo sich nochmehr die Neigung zeigt, die melodischen Intervalle auch harmo-nisch-simultan zu bringen.

Es bedeutet aber diese Klang-Chiffre h e a e es: Hetaeraesmeralda.

Adrian kehrte nach Leipzig 'zurück und äusserte sich mitamüsierter Bewunderung über das schlagkräftige Opernwerk, daser wiedergehört haben wollte, möglicherweise wirklich wiedergehörthatte. Noch höre ich ihn über dessen Urheber sagen: »Wasfür ein begabter Kegelbruder! Der Revolutionär als Sonntags-kind, keck und konziliant. Wie da nach grossem Aufwand anAffronts und Dissonanzen alles ins Gutmütige, Biergemütlicheeinlenkt und sozusagen in Butter ist, den Spiesser versöhnendund ihn bedeutend, dass es so schlimm nicht gemeint war...

Aber ein Wurf, ein Wurf...» - Fünf Wochen nach der Wiederauf-nahme seiner musikalischen und philosophischen Studien be-stimmte eine lokale Erkrankung ihn, sich in ärztliche Behand-lung zu geben. Der Spezialist, den er aufsuchte, Dr. Erasmimit Namen, - Adrian hatte seine Wohnung im Adressbuch aufge-schlagen - war ein gewichtiger Mann mit rotem Gesicht undschwarzem Spitzbart, dem es offenbar schwer fiel, sich zubücken, der aber nicht nur dabei, sondern auch sonst, wenn eraufrecht war, die Luft pustend zwischen den aufgeworfenenLippen auszustossen pflegte. Diese Gewohnheit zeugte wohlvon Bedrängnis, hatte aber zugleich den Ausdruck wegblasenderGleichgültigkeit, wie wenn einer eine Sache mit einem »Pah!»abtut oder sie doch damit abzutun versucht. So blies derDoktor andauernd bei der Untersuchung und erklärte sich dann,in einem gewissen T/iderspruch zu dem Ausdruck seines Pustens,

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