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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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willen zurückkebrtev derjenigen, deren Berührung auf seinerWange brannte^ der ^Bräunlichen" im Jäckchen und mit demgrossen Mund, die sich ihm am Klavier genähert, und die erEsmeralda nannte? dass sie es war, die er dort suchte - unddass er sie nicht mehr fand.

Die Fixierung, so unheilvoll sie war, bewirkte, dass erjene Stätte nach seinem zweiten, freiwilligen Besuch alsderselbe verliess, wie nach dem ersten, unfreiwilligen, abernicht ohne sich des Aufenthaltes des Weibes versichert zuhaben, das ihn berührt hatte. Sie bewirkte ferner, dass er,unter einem musikalischen Vorwand, eine ziemlich weite Reisetat, um die Begehrte zu erreichen. Es fand nämlich damals,

Mai 1906, unter des Komponisten eigener Leitung, in Graz,der Hauptstadt Steiermarks, die österreichische Premiere der"Salome" statt, zu deren überhaupt erster .Aufführung Adrianeinige Monate früher mit Kretzschmar nach Dresden gefahrenwar, und er erklärte seinem Lehrer und den Freunden, die erunterdessen in Leipzig gemacht, er wünsche das glückhaft-revolutionäre Werk, dessen ästhetische Sphäre ihn keineswegsanzog, das ihn aber natürlich in musikalisch-technischerBeziehung und besonders noch als Vertonung eines Prosa-Dialogsinteressierte, bei dieser festlichen Gelegenheit wiederzuhö-ren. Er reiste allein, und es ist nicht mit Sicherheit zubezeugen, ob er sein angebliches Vorhaben ausführte und vonGraz nach Pressburg, möglicherweise auch von Pressburg nachGraz fuhr, oder oh er den Aufenthalt in Graz nur vorspiegelteund sich auf den Besuch von Pressburg, ungarisch Pozsonygenannt, beschränkte.. In ein dortiges Haus nämlich war die-jenige, deren Berührung er trug, verschlagen worden, da sieihren vorigen Gewerbsplatz um einer Hospital-Behandlungwillen hatte verlassen müssen; und an ihrer neuen Stättemachte der Getriebene sie ausfindig.

Wohl zittert die Hand mir beim Schreiben, aber mit stillen,

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