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vierzig zu schaetzen ('und da schaetze ich richtig, denn er re-gierte seit fuenfen), sass auf rot-goldenem Stuhl an einem gros-sen, mit rotem Leder ausgeschlagenen Tisch, bedeckt mit Papier-rollen rings um das Schreibzeug. Seitlich sass er zu der, dieeintrat und sich schon an der Tuer zum ersten Tiefknicks nieder-liess, und wandte sein Haupt gegen sie, das in eine rote, mitHermelin verbraemte, in den Nacken und halb ueber die Ohren rei-chende Sammetkappe gehuellt war* Das ist eine feine Kopfbedeckung,dem Papste Vorbehalten, und sehr gefaellt mir auch der Stutzman-tel aus gleichen Stoffen, den er ueber der weissen Dalmatika umdie Schultern trug, - darueber das Pallium, mit Kreuzen bestickt.Streng war in der Kappe sein vom Barte freies Antlitz; blank undso stark zeichneten die Wangenknochen sich darin ab, dass es aus-sah, als wuerden sie durch ein Zusammenpressen der Kiefer hervor-getrieben, und ueberaus ernst lag die etwas weit vorn an der Naseansetzende Oberlippe auf der unteren. Die dunklen Augen aber er-schimmerten, wie sie der Buesserin entgegenschauten, in Traenen,ohne dass ihr Blick sich dadurch entfestigt haette, was rar undschoen ist: fest blicken durch Traenen.
Sie sah es nicht, da sie ihre Augen fromm gesenkt hielt,waehrend sie unter drei Tiefknicksen herankam und sich ihm, heran-gekommen, zu Fuessen warf. Mit einer Bewegung, zu rasch fastfuer seine Wuerde, hob er sie auf, verv/ehrte ihr, seinen mit ei-nem Kreuz gezeichneten Saffian-Pantoffel zu kuessen und bot ihrstatt dessen den Ring zum Kuss. Dann wies er auf eine mit rotemSammt bedeckte Kniebank zu seiner Seite; ein Oberbrett mit Kis-sen h^tte sie zum Auflegen der Haende. Von da schlug sie dieAugen auf zu Gottes Stellvertreter und blickte andaechtig insein Gesicht. Die alte Fraui Sie vergass, zu blinzeln bei300