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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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gewaltig hat Gott dich des Kleinglaubens ueberfuehrtI"

''Der heilige Vater 1 ', fuegte Probus hinzu, "vermisst einKleinod» Gebt Hacke und Schaufell Wir wollen uns gleich fuerihn ans Graben machen."

Gregor j edoch widersprach dem.

"Nur mir das Geraet", befahl er. "Dann geht ln die HuettelAllein will ich graben und wuensche keine Zeugen bei meinem Ge-schaeft."

"Euerer Sanktitaet", wandte Liberius ein, "darf ich bemerk-lich machen, dass es der Wuerde der Kirche nicht anstuende, wennIhr hier mit dem Spaten werktet und wuerfet im Schweiss EuresAngesichtes die Erde auf. Nicht einmal unser, der Gesandten,Sache ist das, sondern des Fischers und unseres Knechtes."

"Ich habe gesprochen", antwortete Grigorss, und nach seinemWillen geschah es. Die Aermel seines Gewandes aufgestreift',stiess er bald hier, bald da das Grabscheit in den Grund, wo ereinst gelegen, und wuehlte auch auf seinen Knieen mit eigenenHaenden im Staube, sodass man sagen kann, nie habe ein Mannmitheisserem Eifer nach seines Suendenstandes Urkunde und Diplomgesucht. Die Brennesseln bissen ihn in die Haende, aber er ach-tete nicht darauf, und Gott lohnte ihm Muehe, Brand und Schweiss,denn siehe, aus Mist und Pflanzenmoder blitzte es ihm entgegen,und hervor zog er, so nett und rein, als kaeme es eben aus desKunstwerkers Hand, auch die Tinte ganz unverblasst, des KindesMitgift, seiner Mutter schmerzhaften Schuldbrief, den ihm dieErde so lange verwahrt, wie vordem der treue Abt es getan, sieb-zehn Jahre lang.

Den hielt er nun in der einen Hand und in der andern denSchluessel und sprach bei sich den Spruch:

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