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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Dies sprach sie zu den Boten, umgeben von ihrem ganzen Hof,tind an ihrer schoenen Hand stieg Grigorss zu ihr hinauf unterden Baldachin und wandte sein jung-ernstes Antlitz neben demihren dem Saale zu und aller Kristenheit. Das haette er nichttun sollen, sondern viel lieber zu milder Busse im Kloster blei-ben bei seinem Fundvater, meinem Freund, dem Abt« Denn tiefersollte er stuerzen, als die paar Teppichstufen hoch waren* Nunaber fuhren vor ihm die Schwerter aus den Scheiden, die Knieebeugten sich und von dem Rufe schwang das Gebaelk:

“Lang lebe Gregor, der Sieger im Minnekrieg, des LandesSchuetzer, unser Herr und Herzog!“

Die Hochzeit

Der Geist der Erzaehlung ist ein mitteilsamer Geist, welchergefaellig seine Leser und Lauscher ueberall hinfuehrt, selbst indie Einsamkeit seiner aus Worten gesponnenen Gestalten und inihr Gebet. Doch weiss er zu schweigen auch und schonend auszu-sparen, was gegenwaertig zu machen ihn allzu misslich duenkt,und was er im Schatten der Wortlosigkeit haelt, moegen auch dieGeschehnisse keinen Zweifel lassen, dass es zwischenein Wort,Gegenwart und Szene war. Staatshandlungen wie die, die mitder Huldigung fuer Herzog Gregor endete, sind keine Ereignisse,die auch anders verlaufen koennten, als sie sich eben vollzie-hen; nicht ohne Vorbereitung "und aufs Geratewohl, das weissder Weltverstand, wird in die eingetreten, sondern vorher istalles abgesprochen und gesichert, und Sibylla haette ihremRetter nicht oeffentlich Hand und Krone bieten koennen auf dieGefahr, er moechte beides verschmaehen« Zwischen ihr Gebet zurJungfrau und ihren Staatsbescheid auf des Landes Bitte muss eine

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