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Der Erwählte : Roman
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gleich zum Brief beschrieben an deinen Finder, zu dem Gott michmachte. Es war beigegeben deiner Kindheit im Faesschen, undsiebzehn Jahre hab ich's dir aufbewahrt. Nun setz' dich, Ge-liebter, auf diesen Schemel und mache Gebrauch von deiner direinzig zu diesem Zweck vermachten Fertigkeit. Im Stehen istdies nicht gut lesen. Du musst, armes Kind, auf stark gemischteGefuehle gefasst sein bei der Entzifferung."

Verwirrt nahm Grigorss die Tafel aus seiner Hand, sah dasSchriftstueck an, den Abt an, wieder die Tafel, sass nieder aufden Schemel und las, indem er manchmal das Haupt erhob und mitoffenen Lippen und starren Augen ins Leere blickte. Ihm zu sahder Abt, die Haende gefaltet, das Naeschen rot, und blinzelteueber Traenen.

Der Juengling las lange. Endlich Hess er die Tafel fallenund winkte, den Kopf im Nacken, mit ganzem Arme nach dem Alten,wankte dem Nahetretenden entgegen und sank ihm an die Schulterunter dem heftigsten Schluchzen, waehrend dessen der Abt ihmsaenftigend den Ruecken klopfte und ihn sogar etwas wiegte. Wieoft war das sol Es kehrt immer wieder auf Erden. Der Eineschluchzt unbaendig an des Anderen Brust, und der macht: “So, so.Geh, geh. Das ist man so. Nur gefasst. Halb so schlimm.

Nicht deine Schuld. Kommst schon drueber weg. Such du nur Kraftin Gott etc.. So auch Abt Gregorius im Klopfen, obgleich ihmselber die Traenen ueber die Backen rönnen. Er sagte auchseufzend:

"Wer du bist, das steht dir nicht geschrieben. Aber wasdu bist, armes Kind, das v/eisst du nun."

"Ich bin ein AuswurfI" schluchzte Grigorss. "Ich bin derSuende greuliche FruchtI Ich gehoere garnicht der Menschheit

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