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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Hohn. Wie geschwaetzig ist nicht ein Weib! Hat sie es ersteinem gesagt, so wissen's bald drei und vier und danach alle.

Darum segnet mich, Herr, zur Irrfahrtl”

Wie betruebt war da, mein Freund, der Abt, den ich beim Er-zaehlen noch immer hoeher schaetzen gelernt habe! Sein Naeschenwar nun wieder rot, und Traenen standen in seinen Augen.

"Mein Kind”, sprach er, "nun hoere zu! Gut und von Herzenwill ich dir raten, wie ich gehalten bin, einem lieben Menschenzu tun, dem von fruehan meine Obhut gegolten. Credemi, Gott hatsehr guetevoll an dir gehandelt, denn er hat dir die Augen ge-oeffnet, damit du nicht mehr im Dunkel wandeltest und in Unwissen-heit deine Tage lebtest, sondern nach freier Wahl. Diesen Be-schluss musste ich Ihm anheimgeben, durfte der Weisheit nichtvorgreifen. Du hast mich erschrocken gesehen bei deinen erstenWorten, - in Wahrheit bin ich erleichtert durch Gottes Waltenund dadurch, dass er dir Freiheit gegeben hat, nach der Vernunftueber dein Leben zu beschliessen und zu waehlen zwischen Ihm undder Welt. Dieser Kampf muss nun ausgekaempft sein in deinerBrust, und zeigen muss sich's, wie du deine Freiheit nutzest,dir zur Rettung oder zum Unheil. Siebzehn Jahre hat Gott gewar-tet, eh er dich freisetzte, aber auch so bist du noch viel zujung, als dass nicht deine Freiheit des Rates beduerfte. Herz-lieber Sohn, so meine es gut mit dir selbst und folge meinerLehre, damit du das Sichere waehlst vor dem hoechst Unsicheren,damit dein Knabenzorn sich nicht uebereile und es dich darnachgereue. Sage noch nichts! Du hast mich noch nicht gehoert.

Hoere dies: Du bist ein vortrefflicher Junge. Deine Dinge stehendir saemtlichnach Wunsch, die Leute hier tragen dir holden Mut,sie bekommen liebliche Augen, wenn sie dich sehen. Verlasse, aie

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