man mit mir die Berufung zur sella gestatoria als der Erwaehlun-gen hoechste und gnadenvollste betrachte* Und ein Zeichen meinerErgebenheit fuer Rom ist es denn auch schon gleich, dass ich denNamen Clemens fuehre* Von Hause aus naemlich heisse ich Morhold*Aber ich habe diesen Nsujien nie geliebt, da er mich wild und heid-nisch anmutete, und mit der Kutte habe ich denjenigen des drittenNachfolgers Petri angezogen, also dass in der geguerteten Tunikaund dem Skapulier nicht mehr der gemeine Morhold, sondern einverfeinerter Clemens wandelt und sich vollzogen hat, was der hei-lige Paul ad Ephesios mit so gluecklichem Wort das "Anziehen ei-nes neuen Menschen” nennt« Ja, es ist der Fleischesleib garnichtmehr, der im Wams jenes Morhold herumlief, sondern ein geistlicherLeib ist es, den das Cingulum umwindet, - ein Koerper demnachnicht in dem Grade, dass mein frueheres Wort, es "verkoerpere”sich etwas in mir, naemlich der Geist der Erzaehlung, ganz bil-ligenswert gewesen waere* Ich liebe dies Wort "Verkoerperung"garnicht sehr, da es sich ja vom Koerper und vom Fleischesleibeherleitet, den ich zusammen mit dem Namen Morhold ausgezogen ha-be, und der allerwegen eine Domaene des Satans ist, durch ihn zuGreueln befaehigt und erboetig, von denen man kaum begreift, dasser sich ihrer nicht weigert. Andererseits ist er der Traeger derSeele und Gottesvernunft, ohne den diese der Basis entbehrten,und so muss man den Koerper ein notwendiges Uebel nennen. Dasist die Anerkennung, die ihm zukommt, eine jubelndere gebuehrtihm nicht in seiner Notdurft und Anstoessigkeit* Und wie sollteman wohl, im Begriffe stehend, eine Geschichte zu erzaehlen oderzu erneuen (denn sie ist schon erzaehlt worden, sogar mehrmals,wenn auch unzulaenglich), welche von Koerpergreueln ueberbordetund entsetzliehen Beweis dafuer bietet, wozu alles der Koerper
12