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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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das Nebenzimmer, so sehr war er von seiner Arbeitin Anspruch genommen. Sein Gesicht trug einenernsten und vor Andacht beinahe leidenden Ausdruck.Sein Mund war leicht geöffnet, er ließ das Kinnein wenig hängen, und seine Augen verschleiertensich dann und wann. Er schrieb:

„Heute, d. 14. April 1838, morgens um 6 Uhr,ward meine liebe Frau Elisabeth, geb. Kröger, mitGottes gnädiger Hilfe aufs glücklichste von einemTöchtercheu entbunden, welches in der hl. Taufeden Namen Clara empfangen soll. Ja, so gnädighalf ihr der Herr, obgleich nach Aussage des ToktorsGrabow die Geburt um etwas zu früh eintrat undsich vordem nicht alles zum Besten verhielt undBethsy große Schmerzen gelitten hat. Ach, wo istdoch ein solcher Gott, wie du bist, du Herr Zebaoth,der du hilfst in allen Nöten und Gefahren unduns lehrst deinen Willen recht zu erkennen, damitwir dich fürchten und in deinem Willen und Gebotentreu mögen erfunden werden! Ach Herr, leite undführe uns alle, so lange wir leben auf Erden ..."— Tie Feder eilte weiter, glatt, behende, und indemsie hie und da einen kaufmännischen Schnörkel aus-führte, und redete Zeile für Zeile zu Gott. ZweiSeiten weiter hieß es:

„Ich habe meiner jüngsten Tochter eine Policevon 150 Courant-Thalern ausgeschrieben. Führedu sie, ach Herr! ans deinen Wegen, und schenke duihr ein reines Herz, auf daß sie einstmals eingehein die Wohnungen des ewigen Friedens. Denn wir