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Ausgewählte Urkunden zur Württembergischen Geschichte
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pflichtig und verbunden ist seinem Höchsten dürftigen in der not''•'!' zu erzögen, so erkennen wir uns in sonderliait schuldig die-jenigen, wölhen wir durch gottes gnaden zur oherkait fürgesetztsind, zum vordersten billiche hilf, notturftige fürsehung und miltc

5 handraiehung zu thun; das wir demnach in gnediger betrachtungdes alles und unangesehen der merklichen grosen heschwerden undschulden, daryn wir durch eroberung unsers fürstenthumbs komen,ansenn lieben getrewen vogt, burgermeister, gericht und gemeind«nscr statt Urach und iren nachkomen für fry erhlichen aigen dis

10 hernachbenante gietere an spitaln, sondersicchenhns, die seel- undarmusenpfleg 1 ), derglichen die hayligen-und bruderschaftenphlegen,auch presentzen 2 ), phriinden und anderm samht allen deren nutzungenind yukomen, es syen an zinsen, reuten, gälten, gefallen, zehenden,landgarben 8 ), remaneten, schulden, gietern oder anderm, nichts

15 »sgenomen, zugestelt, uf und übergehen haben, und thuen auchsöllichs hiemit für uns, unser erben und nachkomen wissentlich mkraft dis briefs.

Erstlich so hissen wir den bemelten von Urach und irennachkomen den spital, desglychen das sondersiechenhus daselbs

20 '»'t allen und jeden iren ynkomen, nutzungen, zugehürungen und«'ictern, wie sie die bisher in Verwaltung gehabt haben, zu Unter-haltung der armen by iren handen blyben. [Das Verzeichnis derEinkünfte bleibt hier weg.]

Wir haben auch den bemelten von Urach und iren nachkomen

" 0| " den arinencasten gnediglich ergeben die gros spend') daselbs,80 von uns und unsern voreitern bisher geraioht worden ist, sosi ch dan der statt Urach trifft und inen jerlichs gefolgt und geraichtWerden soll.

Was auch für schlechte ornaten, messgewand, alben 5 ) und0 dergl yc i lcu zu Urach vorhanden, wollen wir, das söllichs under diearmen usgethailt, was aber von gülden stucken, samet und sydinda were, soll dasselbig mit gutem urkund und kontschaft verkouftUn d das darus erlöst gelt in den armen casten trewlich gewendtUr »d erbere rechnung hierum!) gethan werden.

So wollen wir oder unser erben und nachkomen jerlichs ainem

') Eine Stiftung für Kranke und Hausarme.2 ) Vermögen zugunsten der ortsanwesenden Geistlichen.) Aus Gaben bestehende Grundzinse.4 ) Namentlich eine Prachtstiftung Eberhards im Bart.") Weisse leinene Messgewänder.