Druckschrift 
Ausgewählte Urkunden zur Württembergischen Geschichte
Entstehung
Seite
67
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

67

Auch was uns in erbfällen'oder sust zufallen würde, zusammen inam gemainschaft geworfen und gethan also, das es furo zu ewigenweiten ain wesen und ain land unser baider haissen und sein soll,a ls auch alle burger, inwohner und underthon unser baider land5 uns in geinainschaft erbbuldung gethan und gesworen haben unsbaiden als iren rechten natürlichen herren getruw und hold zu sind,unseren frommen zuschauen und zu fürdern, unseren schaden zuwarnen und zu wenden, auch ir lyb und gut, wyb und kind nitzu entpfremden und uns grave Eberharten dem eitern als regieren-

10 den herren von unser baider wegen und in unser baider namengehorsam und gewertig zu sind unser leben lang und nach unsermtode uns grave Eberharten dein jungern, ob wir den erleben, unddarnach f ürus dem eltsten herren von Wirtteinberg von unser ainemgeboren und also fürus abstygender lynien nach. Und ob wir

15 baide nit kinder mannspersonen uberkemen und verliessen, so söltdarnach der erstgemelt'vertrag auf unseren lieben vetter und brudergrave Hainriehen wysend in kreften sein und beleiben ungeverlich.Wir bald sollen und wollen auch in unser baider land an ainembequemen end, als wir yetzo Stutgarten achten bequem sein, mit

20 sampt unseren baiden gemaheln bey ainander ainen hof und ainfvowenzimmer, auch ain cantzly und ainen lanthofmaister habenUnd halten, der mitsampt etlichen reten, die im von uns zugeordnetwerden, unser und unsers landes Sachen und gescheft nach unsergrave Eberliards des eitern als des regierenden herren beschaid

25 handeln und aussrichten sollen zum besten. Dieselben hofmaisterund rät, auch cantzler, schryber, amptlüt und all ander unser baiderdiener und knecht sollen sweren uns baiden getruw und hold zusinde, unsern frommen und bestes zu werben, unsern schaden zuWarnen und zu wenden und getruwlichen zu raten und uns grave

SO Eberharten dem eitern als dem regierenden herren von unser baiderwegen gehorsam und gewertig zu sind on geverde. Und so dickSlph fürter begeben würdt by unser baider leben oder auch dar-nach ret, diener, amptlüt oder ander zu Urlauben oder ander ufzu-uchmen, so sol dem eltesten, der regiert, das zu thun zusteen.

35 Doch welich also zu hofmaister, reten, dienern, amptlüten oder sust^genommen werdent, die sollen uns auch baiden in gemain sweren,wie yetzo geschehen ist und vorsteet ungeverlich. Aber wir graufEberhart der elter sollen und wollen dero dhainen, so unser lieberVetter grave Eberhart in siner anzal der achtundviertzig personen,

40 als hernach steet, zu im genommen haut oder füronenien wirdet,

5*