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Ausgewählte Urkunden zur Württembergischen Geschichte
Entstehung
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Wir suln mich zol, ungelt und die ysche') han und suln damitunser stat bessern. Wir suln ouch uns selber ainen voget neinen,der ir aitgenozfce si, und swenne der uns oder in nit fuget, densuln wir aendern nach ircm rate. Wir suln ouch nemen ainen■"> schulthaizen, der uns fuget; der sol gen von dem ampte allin jarfier unde zwainzig phundc haller ainem voget, der denne unservoget ist.

Waere ouch, daz unser licrre, der römsche kunig oder sie diecloster oder ander Hute, die sie nit anhörten, der stiure überheben

10 wölten, swaz dieselben denne ze stiure geben sölten, daz sol unsahe gen an den drien hundert phunden, die wir in ze stiure gensuln. Ez suln ouch allin closter und uzliute, die stiurbaer gut hautin der marcke ze Stüggarten und ze Wizzenberg, ob ioch daz waer,daz sie burger waern worden ze Ezzelingcn darnach, do wir den

15 bürgern ze Ezzclingen sworn und sie uns, die suln mit uns stiurnan den drien hundert phunden, die wir in ze stiure gen.

Ez suln ouch abe sin und kain Gräfte nie han alle die clageund die urtaile, die wider uns ze Stüggarten sint gewesen, diewiledirre krieg wert und diewile wir uns niht mohten versprechen gen

20 allen den, der sie gewaltig sint. Wir sulen ouch in den nächstensehz jarn, die nah ainander kument, der burger von Ezzclingenkainen enphahen ze bürgern ze Stüggarten, sie suln aber unser burgervon .Stüggarten enphahen ze burgern ze Ezzelingen, swelb ez mütent.Wir suln ouch daz holtze, daz zc Wizzenberg höret, und daz holtze,

25 daz der grave von Wirtenberg koftc umbe drizig phunde hallerund daz haizzet der Burgstal, und hern Renhartz holtz von Bergehan zu unser holtzinarckc. Wir noch sie suln der aide meinerledig gen ainander sin, wir crlazzcn denne bedenthalp gerne undgütlich ainander.

60 Und daz diz allez wäre, gantze und staetc belibe, so geben

wir in disen brieve besigelt mit der stet insigcl ze Stüggarten zemwaren Urkunde. Derselbe brieve wart geben do man zalt von gottezgehürte driuzehen hundert jar und darnach im zwölften jar an dem«aehsten gütemtage nach sant Jaeobez tage.

Das an der Urkunde hängende Siegel zeigt das älteste Wappen der Stadt,zwei schreitende Pferde übereinander. — Im Keichskricgc, den Conrad von Weins-berg im Auftrage des Königs Heinrich VIT. leitete und an dem namentlich dasdem aufstrebenden Grafen Eberhard dem Erlauchten feindliche Esslingen sichbeteiligte, unterlag dieser völlig, bis der Tod Heinrichs den Umschwung brachte.

') Heische von verkauften Waren, Accise.