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Bayerische Chronik
Entstehung
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207
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345. [T. 126 b . P. 416.] Anno domini M" ccc° lxxxxiiij 0 Vgl. Cont. Mon.jar verpant sich hertzog Johanns zu hertzog Albrecht s - 1 ' etnvon Oest erre ich. Das selb tot auch der rat, und diseverpüntnüss des rats zu Münichen geschach an wissen

5 der gemain. Die verpüntnüss wert zehn jar und geschachin den pflngstfeyren a . Nach dem kam der bischof vonFrey sing in die selben 1 ' verpüntnüss 1 .

346. [T. 126 K P. 416.] Item des jars rait hertzogSteffan gen Prag zu dem künig und verrichtte den künig

10 mit den landsherren, stetten und märckten, und er was

etwa", lang in Behaim. Und diser hertzog Steffan starb auch Andreas 653,15desselben jars und ligt zu Schönenfeld *'.

347. [T. 127". P. 417.] Item als man zalt von dergepurd Oristi M" ccc° lxxxxvj 0 jar ö an Sandt Steffans tag

15 in den weinnächt veyren nani hertzog .Johanns Freysingein, wann hertzog Johanns und die von München warengewarnet worden, das hortzog Ludwig Frey sing woltcingenonien haben und wolt auch das land darausz gekriegthaben, wann er nett vil gest in das landt pracht. Da aber

20 im das underkoinen ward, do macht hertzog Ludwig ainveld und gewan die Newnstat 0 , und er prannt vast indem landt. Dargegen macht hertzog Johanns, hertzogErnst und die von München auch ain veld und kamen fürAichach 1 , prannten alle dörfer und miilen darumb ab und

2r> a pfingstveirtagen P W. b selben fehlt T. o ettvvar P, etwo W.

<i SohönnfeUd P W. a Newstat T, Newcn 8tat P W, neunstat E.

1 Pfingsten fiel 1394 auf den 7. Juni. Das Bündnis der Herzogewurde am 20. Mai geschlossen (s. die Urkunde in Qu. u. Er. VI, 565;vgl. Heg. Boiea XI, 17) und Bischof lierthold von Freising trat am

30 9. Juni bei. Vgl. Contin. Monaeh. S. Petri SS. IX, 841,49 und 55:eancellarius erat episcopus Frisingenais. Die direkte Quelle dieser Nach-richten waren wohl die bereits vorausgesetzten Münehener Annalen, mitwelchen auch die Cont. Mon. 8. Petri in Beziehung zu stehen scheint.

2 Stephan, der Knäusscl, starb vielmehr am 2. Oktober (26. September?)35 1413. Andreas 653,15: umb dy zeit, als man zalt 1414 und ligt im

frawencloster zu Sohönfeld. Vgl. Städteehr. Augsb. IV, 117,7: desselbenherbst (1413) starb der hoohgeborn frum fürst herezog Stephan zu Schön-feld. Füetrer hat hier wieder einmal CX und XG vcrweeliselt.

3 Diese Zahl ist entweder aus 1494, wie Arnpeck (Freyberg, Samml.■10 hist. Sehr./. 173) verbessert, verlesen oder wahrscheinlicher aus 1495, was,

wenn man das Jahr mit Weihnachten beginnt, auf den 26. Dezember 1494weist. Damit stimmt auch die Contin. Monaeh. Scti. Petri SS. IX, 841,54:Anno 1395 .... dux Bavarie Johannes oecasione lige cum duce Austriefacte, cuius eancellarius erat episcopus Frisingensis, intravit scerete45 civitatem Frisingensem etc. Vgl. Augsb. Ohron., Städteehr. IV, 102, undRiezler 111, 175.

4 Arnpeck a. a. O., der Füetrer mit Ausnahme der Jahreszahl ziemlichwortgetreu folgt, fügt hinzu: zu zweyen mahlen, und ihm schliesst sichAventin V, 527,25 an.