Druckschrift 
Bayerische Chronik
Entstehung
Seite
XXXIII
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— XXXIII —

B, die Benediktbourer Hs., ist offenbar eine treue,nie bewusst ändernde, aber recht flüchtige Abschrift von z,kann indessen nicht damit identifiziert werden, weil siegegenüber W Fehler enthält, so 12,10. 13,7. 45,1. ,56,28.Ebenso finden sich in B sinnstörende Lücken, während Wden vollständigen Text bietet, so z. B. 58,2. Ferner ändertB sehr oft die Wortstellung z. B. 190,26: vnd ward die statgar zu grundt aus erstört vnd aus gereut, während W mit TBübereinstimmt.

Dass auch die kleine Fortsetzung nicht vom Schreibervon B verfasst, sondern von einer Vorlage abgeschriebenist, zeigen Fehler wie: das sein gnad albeg mecht albeg [daszweite albeg durchstrichen] zue ainem kint drew gefätret me[me durchstrichen] nemen, vgl. unten S. 218,25.

W, die Wessobrunner Hs., ist eine sehr gute Ab-schrift von z, dessen Fehler sie manchmal verbessert, soz.B. 105,1. Sie enthält die beiden von z der Chronik bei-gefügten Abschnittchen 221,20 und 24, vgl. 217,3 und 6,verbessert und erweitert aber das Verzeichnis der KinderAlbrechts IV. Sie zeichnet sich besonders durch ihre Ein-schiebungen aus: 200,12. 209,4. 211,7. 212,8, wozu dannnoch eine sehr bedeutsame Fortsetzung kommt 219,3—268,38.Ueber die Art, wie die Vorlage z durch W benutzt wordenist, habe ich meine Ansicht 221,41 ausgesprochen.

S, II s. des Schlüsselborger Archivs in Linz,ist eine gute Abschrift von W, was sich schon darinklar zeigt, dass die dort befindlichen eigenhändigen Rand-bemerkungen Aventins in den Text hineingezogen sind,soweit sie sachliche Verbesserungen enthalten. Sie ist daherneben L wertvoll zur Ergänzung der verlorenen BlätterVon W.

L, II s. Lindauers, ist ebenfalls eine Abschrift vonW, dessen Randbemerkungen in den Text hineingezogen"werden.

H, Hs. des Hausarchivs, ist in der Hauptsacheeine Abschrift von W (H wiederholt den Fehler von Wda dauon, vgl. 11,13), doch mit Weglassung von dessenEinschiebungen und der Fortsetzung und unter Mitbenützung

Quollen und Erörterungen N. F. 111. III