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beiden ersten leer sind. Aaif der Innenseite der vordemDecke belinden sich diätetische Vorschriften von A.ventinsHand sehr flüchtig geschrieben; offenbar sollten sie seinemschwachen Magen dienen, der ihm viel Leiden verursachte.Latein (häufiger) und Deutsch gehen durcheinander, z. B.:Weinpirl mysel vnnd suppen; Fencl mysel in decoctu pysorum;Kabel mysel in decoctu pysorum. Ueber einen Teil dieserNotizen ist ein Ex libris mit den 2 gekreuzten Schlüsselndes Wessobrunner Wappens geklebt mit der Umschrift:Wessofontani proba sunt possessio claustri; Heus! Domino nieredcle meo: sie jura reposeunt. Darunter: J. E. Belling CathSc.A.V.; noch weiter steht: Anno domini 1520 Am tagNativitat Virginia matte Hat des edln vnd vessten Bernhardin,von Trenbach zw Burckfridt der zeit auf Sand Gorigen Perigob Passaiv Pflegers Vetter, Hanns von Hertzheim zw derStreaw:vnd Salomonskirichen \ Diss Coronicken: der loblichenn Fürsstenvon Bayern etc. Alltes herkhomen. vberlesen: Gott sey lob Ewigk-lich. — Deus ad te: Adiuua nie. Darunter eine verkürzteUnterschrift, wohl Hans Hertzheim bedeutend.
Auf der Vorderseite des zweiten, sonst leeren Blattessteht wohl von einer Hand aus der ersten Hälfte des18. Jahrhunderts geschrieben: Philipp Fese, burger Seiden-strikher oder Knöpfmacher in München. Auf der Rückseitedes letzten Blattes unten: Philippo Fese Bodonaro in Monaco.An die Innenseite der hintern Decke ist ein Briefumschlaggeklebt mit der Aufschrift: Vnnserm Lanndthofmaister inKernten vnnd getreuen lieben Herren Sigmunden vom Tum 2 .
Die 4 Vorreden beginnen die Chronik; die Nach-worte und die Verse fehlen, und auch die Aenderungen,Weglassungen und Beifügungen stimmen mit B überein-Doch kommen gegen das Ende der Chronik noch Ein-schiebsel hinzu, welche in der Ausgabe durch Frakturkenntlich gemacht worden sind. Endlich schliesst sich nocheine sehr bemerkenswerte Fortsetzung an, welche die
1 Salmannskirchen bei Neumarkt a. d. liott, Bezirksamt Mühldorf •Ueber das Geschlecht der Herzheimer vgl. Hundt bei Freyberg, Samm-lung historischer Schriften und Urkunden III, 375.
a Gemeint ist wohl Sigmund, Freiherr vom Turn, dessen VaterJacob 1570 in den Freiherrenstand erhoben wurde, und der sich 1581mit Syguna von Layming vermählte.