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Deutschlands wildwachsende Arzney-Pflanzen und deren gewöhnlichste Verwechslungen : mit Linnés Bild
Entstehung
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Farrnkrä uter. spr.

Cryptogamia, Filices. Litt.

ADIANTUM, Krullfarrn.

Gattungs-Character: Kapseln in abgesonderten Punkten oder abgebrochenenkleinen Linien am Rande, mit elastischem Ring versehen$ Schleier*chen in dem zurück gebogenen, nach der Mittelrippe zu sich öff-nenden , Rande des Blattes bestehend\

ADIANTUM CAPILLUS VENERIS. Litt.

Frauenhaarkrullfarrn, gemeines, wahres Frauenhaar, Venushaarfarrn.

Beschreibung: Wurzel ausdauernd, kriechend, etwas ästig, faserig, trockenStrunk haarförmig, rothbraun, glänzend, nach oben ästig. Wedeldoppelt zusammengesetzt; Blättchen verkehrt eyförmig, keilförmig>eingeschnitten, Jast gelappt; Abschnitte der fruchttragenden zurück-geschlagen und sich in ein linienförmiges, längliches Fruchthäufchenendigend; unfruchtbare Blättchen gesägt. Fruchtkapseln eyförmig.Saame sehr klein.

Wächst in Oesterreich> Tyrol, der Schweiz, Frankreich und Italien anFelsritzen, Mauern und andern schattigen, feuchten Plätzen.

Fructißcirt den Sommer hindurch.

Oflicinell: Das Kraul, Herba Capill. Veneris♦

Wtrd zuweilen mit dem Laub von andern Farrnkräutern z B. AspleniumTrichomanes L. verwechselt»

GRAUMÜLLERS Handbuch der ph. Bot. V er Band pag. 3? 5.

Zergliederungen: 1. I ergrössertes Fiederblättchen.

2. Der Laubrand mit den darauf beßndlichen Kapseln

vergrössert.

3. Vergrösserte Kapsel.

4« halbgeöffnet.

5. den Saamen ausstreuend.

6. Stark vergrösserter Saame.