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Deutschlands wildwachsende Arzney-Pflanzen und deren gewöhnlichste Verwechslungen : mit Linnés Bild
Entstehung
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Caprifolien. Spr.

Dioecia, tetantria. Lin.

VISCUM. Mistel

Gattungs-Character: Männliche Blume: Kelch viertheilig, Krone fehlend;weibliche Blume: Kelch vieriheilig, Krone fehlend, Narhe stumpf,Beere einsaamig, unten.

VIS CUM ALBUM. L.

Weisse Mistel, Leimmistel, Eichenmistel, Vo gelleim, Ginster, Kleister.

Beschreibung: Kleiner Strauch, auf verschiedenen Bäumen schmarotzend;Stengel 1 i Fuss hoch, Fingersdick, grüngelb, ästig, gabelig;Aeste rund, rauh. Blätter gegenüberstehend, stiellos, lederartig, heil-lanzettförmig, grüngelb, glatt, mit 3 5 schwachen Nerven durch-zogen, immergrün, Blumen stiellos, grünlichgelb, an 'den Spitzenund Theilungswinkeln des Stengels und der Aeste. Staubbeutel läng-lieh, zugespitzt, an den Kelchlappen angewachsen Fruchtknoten un-ten, rundlich, dreieckig, mit undeutlich vier spaltigem Bande; Griffelfehlend/ Narbe kopfformig, aufsitzend. Beere kugelig, glatt, einfä-cherig, einsaamig. Saame herzförmig, zusammengedrückt, stumpffleischig,

Wächst in ganz Deutschland auf verschiedenen Bäumen, vorzüglich altenAepfel- und Birnbäumen, seltener auf Eichen etc.

Blühet im Februar bis April. Die Saamen reifen im October bis December*

Officinell: Die jungen Aeste, und die Beeren, Lignum, Baccce Visci seu

cum tjuernum.

GRAUMÜLLERS Handbuch der ph. Bot. V er Band pag. iq3.

a. Ein männlicher Zweig mit Blumen.

b. weiblicher und Früchten.

Zergliederungen: 1. Eine männliche Blume stark vergrössert.

2. und geäfft

um die Staubbeutel zu zeigen.

3. Eine weibliche Blume vergrössert. ?L\. Eine weibliche Blume nach abgenommenem Ke^

um die Narbe zu zeigen.

5. Ein reifer Saame.

6. durchschnitten.

7. Der Blumenstaub stark vergrössert.