Hülsenpflanzen." Spr.
Diadelphia, decandria. Lin.
GEN IST A. Ginster.
«
Gattungs-Character: Kelch zweilippig, röhrig, Oberlippe zweizähnig, l n "terlippe dreizähnig; Blumenblätter ausgebreitet; Staubjaden in eineParthie verwachsenj Hülse rundlich, zusammengedrückt.
GENISTA TINCTO RIA. L.
Färbeginster, Gilbkraut, Schachkraut, Grünholz.
Beschreibung: Stengel strauchartig, am Grunde holzig, wehrlos, ästig, eckig»l — 3 Fuss hoch. Zweige abwechselnd, au/recht, rund, gestreiß'Blätter abwechselnd, stiellos, lanzettförmig, zugespitzt, glatt, glän-zendgrün, auf der Unterseite sparsam mit einzelnen feinen Härchenbesetzt■ Ajterblättchen am Grunde der Blätter, sehr Idein. Blumenan der Spitze der Zweige in einer langen Aehre, gelb. Kelch ein-blättrig, Idein. Fahne länglich, zurückgebogen, Flügel kürzer cd*die übrigen Theile, Schiffchen gerade, eingeschnitten, länger als dieFahne, Staubfäden aus dem Schiffchen hervorragend. Staubbeuteleinfach. Fruchtknoten länglich. Griffel einfach, aufsteigend. Narbespitzig, eingerollt. Hülse einfächerig, zweiklappig, Saame einzehbnierenförihig.
Wächst in bergigen, trockenen Wäldern, Gebüschen, auf hoch liegen denWaldwiesen, Heiden, in ganz Deutscldand.
Blühet im Juny bis August. Die Frucht reift im October.
Officinell: Das Kraut, und ehemals auch die Blumen und Saamen> Herbei;Flores, Semina Genistee tinctorice.
/ erwechselt sollen die Blumen mit denen von Lotus cornicalatus, GenisWgermanica und Spartium Scoparium werden.
GRAUMÜLLERS Handbuch der pli. Bot. IV er Band pag. i5».
Zergliederungen: 1. Eine Blume in natürlicher Grösse.
a. Die Fahne.
b. Die Flügel.
c. Das Schiffchen.
2. Der Kelch mit den Staubgefässen in natürlicher Grös$ e '
5. — — — — — vergrössert
L\. — — aufgeschnitten um den Fruchtknoten zu % el
gen, vergrössert .
5. Die zusammengewachsenen Staubfäden vergrössert-
6. Die Hülse.
7- — — geöffnet.
8. Ein reifer Saame. *