Labia* 'n. Spr.
Didynamia, gymnospermia. tt n -
MELISSA. Melisse.
Gattungs-Character: Kelch zwey lippig, eckig, wie vertrocknet; 'Oberlipp eaujsteigend, am Schlünde naht; Oberlippe der Blume fast gewölbt?zwey spallig, Unterlippe dreyspaltig, Mittellappe herzförmig.
MELISSA OFFICINALTS. L.
Gemeine Melisse, Garten-Melisse, Zitronen-Melisse, Zitronenhraut, Bienen-kraut, Honigblume.
Beschreibung: Wurzel ausdauernd, schief, zaserig, holzig. Stengel aufrechtl bis 5 Fuss hoch, viereckig, ästig, etwas haarig; Zweige kurz, aus d enBlattwinkeln hervorkommend. Blätter gegenüberstehend, kurzgestielt?herz - oder eyförmig, stumpf oder spitzig, gesägt, etwas haarig, obendunkelgrün, unten blässer. Bliithejicpiirle zur Hälfte um den Sten-gel gehend, etwas gestielt; Blumenstiele einfach, einblumig/ Blumen-krönen weiss, selten röthlich. Staubfäden pfriemenförmig ; Staubbeu-tel klein, paarweise zusammen neigend. Griffel fadenjörmig, so langals die Blumenkrone; Narbe zw eyspaltig, zurück gebogen. Kelcheckig, haarig. Nebenblätter länglich, oder eyförmig, gestielt, gcinZ'randig. 4 eyförmige Saamen.
Wächst in Oesterreich und der Schweiz, auch bei Frankfurt a. M. auf
birgen und an waldigen Orten, und wird in Deutschland häufig 1,1den Garten gezogen.
Blühet im July und August; Die Saamen reifen im September.
Officinell: das Kraul, Jlerha Melissce citratce s, hortensis s. Cedronellce.
Verwechselt könnten die Blätter mit denen von Nepeta cataria und Ballot&nigra werden.
GRAUMULLERS Handbuch der ph. Bot. III er Tlieil pag. 478.
Zergliederungen: 1. Einzelne Blume.
1. Der Kelch.
3. Die Blumenkrone. ^
4. •— — mit den Staubgefässen geöffnet nn
vergrössrt.
5. Der Kelch mit dem Stempel geöffnet und vergrÖssd