Papavereen. Spr. Polyandria, monogynia. Lin.
CHELIDONIUM. Schöllkraut
Gattungs-Character: Blume vierblättrig> Kelch zweyblättrig; Frucht eineundichte, einfächerige, vielsaamige Schote; Saame mit kammförmigenAuswüchsen.
CHELIDONIUM MAJUS. L.
Grosses Schöllkraut, gemeines Schöllkraut, Schielkraut, Gilbkraut, Licht-
würz, Gottesgabe.
Beschreibung: Wurzel ausdauernd, ästig, aussen röthlich gelb, innen weiss-lieh gelb, bei der Verletzung allenthalben einen pomeranzenj"arbeitenMilchsaft von sich gebend. Stengel aufrecht, rund, haarig, zweithei-lig, l bis 3 Fuss hoch, milchend, Milchsaft weniger dunkelgelb, oXsbei der Wurzel. Blätter gefiedert, oben hellgrün, glatt, unten grOfrgrün, feinbehaart j Blättchen eyförmig, eingeschnitten gelappt, Lap"pen stumpf) Blattstiele und Rippen zottig. Blumen in Dolden an devSpitze des Stengels und der Aeste; Blumenblätter eyrund, gelb; Blu-menstiele einblüthig, zottig. Schoten kahl, aufrecht, gleichbreit, zwei"klappigy Saamen klein, glänzend schwarz, mit einem weissen Kannn eversehen.
Wächst in ganz Europa an Mauern, Zäunen und auf Schutthaufen.
Blühet vom April bis Juny • Die Früchte reifen im July und August.
Officinell: die Wurzel und das Kraut, Radix, Herba Chelidonii majoris.
GRAUMÜLLERS Handbuch der ph> Bot. III er Theil pcig> 201.
Zergliederungen . i. Ein Blumenblatt.
1. Pistill sammt den Staubgefässen vergrössert.
5. Staubweg mit der Anthere stark vergrössert.
4. Reife Früchte.
5. — Saamen in natürlicher Grösse.
6. — — stark vergrössert.