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2 (1878)
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1342
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(Suppl.) Granatuin. Hura. Kosso.

verdünnter Schwefelsäure oder Salzsäure sauer gemacht ist, ausgeschüttelt.Die wässrige, Lösung mit Natron neutralisirt und im Vacuum über Schwefel-säure eingetrocknet liefert eine Salzmasse mit dem Punicinsalze. Diese Salz-masse wird mit Wasser aufgenommen, mit Kalicarbonat- oder Natroncar-bonat-Lösung im Ueberschuss versetzt und mit Chloroform ausgeschüttelt, welchesnun das freie Punicin aufnimmt und beim Verdunsten als eine ölähnlicheSubstanz zurtlcklässt. Tanket erhielt aus 1000,0 gegen 4,0 Punicinsulfat.

Eigenschaften. Punicin ist rein eine farblose, durch Verdampfen derChloroformlösung an der Luft gewonnen aber gelbliche Flüssigkeit von aro-matischem, etwas virösem Gerüche, leicht löslich in Wasser, Weingeist, Aether,Chloroform. Auf Papier getropft erzeugt es einen Fettfleck, welcher an derLuft bald wieder verschwindet. Es verdunstet also bei gewöhnlicher Tempe-ratur, erzeugt mit dem Dampfe genäherter Salzsäure weisse Nebel, undkocht bei 180°, wobei es sich mit Luft im Contact färbt.

Es reagirt stark alkalisch, sättigt die Säuren und bildet damit krystalli-sirbare Salze. Aus den Salzlösungen der meisten Metalle scheidet es dieseals Oxyd ab. Mit Platinichlorid bildet es keinen Niederschlag, wohl aber mitden Chloriden des Palladium und Goldes. Durch Gerbsäure, Bromwasser,Jodjodkalium und die übrigen Alkaloidreagentien wird es gefällt. Das Tannatist in einem Ueberschuss Gerbsäure löslich.

Das schwefelsaure, so wie das salzsaure und salpetersaure Salz krystal-iisiren gut, sind aber stark hygroskopisch. Ihre im Vacuum eingedampfteLösungen hinterlassen ein faibloses neutrales Salz. An der Luft eingedampftist das Salz gelb gefärbt und durch Verlust an Base sauer. Die Salze habeneinen schwachen Geruch und einen aromatisch-bitteren Geschmack.

Hura.

Hura Brasiliensis Willdehow , ein in Brasilien einheimischer Baum, derFamilie der Euphorbiaceen und dem Tribus der Hippomaneen angehörend.

J" Cortcx 11 urae Brasiliensis radicis wird zu 0,2 0,3 0,4 drei-bis fünfmal täglich als Pulver oder in der Abkochung gegen Syphilis, Lepra,Psoriasis und andere Hautkrankheiten gegeben. Die stärkste Einzelngabe wärezu 0,5, die stärkste Gesammtgabe auf den Tag zu 2,0 anzunehmen. Die Wir-kung ist eine vomitive und purgative.

% Saccus Hurae Brasiliensis, Assacu, der Milchsaft, welcher einge-trocknet in bräunlichen Stücken in den Handel kommt, ist ätzend und von derWirkung der Rinde. Gabe 0,010,020,03 zwei- bis dreimal täglich. Diestärkste Einzelngabe wäre zu 0,03, die stärkste Gesammtgabe auf den Tagzu 0,1 anzunehmen. Assacu ist in der Reihe der starkwirkenden Arzneikörperaufzubewahren.

Koss«. Aufbewahrung. Die Kussoblüthen werden in kleingeschnittenerForm und als grobes und mittelfeines Pulver, erstere in dichtgeschlossenemWeissblecligefäss, das Pulver in Glasflaschen wohl vor Tageslicht geschütztaufbewahrt.

Oleum ßicini kossinatum, (Kossoöl). 100 Th. grobgepulverter Kossowerden mit 200 Th. Ricinusöl gemischt, 24 Stunden der Digestionswärme