626 Papaver.
f Extractum Papaveris fructns, Extractnm capitnm Papaveris wirdDigestion mittelst 45proc. Weingeistes aus den getrockneten geschnittenen - j- sfrttchten bereitet. Ein musförmiges Extract. Ausbeute circa 15wird in der Reihe der starkwirkenden Arzneikörper aufbewahrt. Gabe 0, ^0,15—0,3 einige Male des Tages. Die stärkste Einzelngabe wäre zustärkste Gesammtgabe auf den Tag zu 2,0 anzunehmen.
Semen Papaveris, Semen Papaveris album, Mohnsamen, weisser 3Iol' nS ®®die reifen Samen der weissen Varietät der Mohnpflanze. Es sind kleine?1,5 Mm. lange und 0,8 Mm. breite, nierenförmige, weissliche, netzadrig-* 0geruchlose Samen von stisslich fettem Geschmack.
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Aufbewahrung. Man bewahrt sie in geschlossenem Holzgefäss und ei 11jährlich den Vorrath durch Samen aus frischer Erndte. (
Bestandtheile. Sie enthalten keine narkotischen Stoffe, dagegen ® p {0 e.Proc. eines trocknenden fetten Oels, circa 15 Proc. Proteinstoffe, ~ ge inei'gummiähnlichen Stoff, 3 Proc. Aschenbestandtheile. Wigand giebt i®Pharmakognosie einen Gehalt von 0,065 Proc. Morphin an, Accario und Mwollen sogar 0,3 Proc. gefunden haben. Beide Angaben sind nicht zutI<? ^j 0 lii''da nach dem Genusse reichlicher Mengen Mohnsamen (als Mohnstritzeln» (,e-kuchen) niemals Wirkungen beobachtet sind, welche auf Morphin hazogen werden können.
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Anwendung. Der weisse Mohnsamen wird nur noch selten m L jl» 11 *Emulsion gegeben, indem man ihn für einen billigen Ersatz der süs»dein ansieht. „
Oleum Papaveris, Mohnöl , das durch warme Pressung aus den 1des weissen und schwarzen Mohns gewonnene Oel. Es ist blassge G eflüssig, angenehm schmeckend, von eigenthümlichem, aber sehr seh«"« 11, erg t*fjruche. Es gehört zu den fetten trocknenden Oelen. Bei —18° .^ ses erst. Es ist in 30 Th. kaltem und 8 Th. heissem absolutemlöslich. Spec. Gew. 0,920—0,925. 1
Die Prüfung geschieht einfach durch Geschmack und Geruch im' edass man einige Tropfen auf einem Glasscherben in einer 0/ e " r °-„ P',trocknet. Das Eingetrocknete muss klar und hart, nicht schmierig seMohnöl wird selten verfälscht, und wenn es geschieht, so biete' 1 pjeblumenöl, gereinigtes Baumwollensamenöl, Madiaöl das Material O e '. e ,
Oele gehören aber zu denen, welche zwischen den fetten und trocknenrangiren und sind daher leicht nachzuweisen. Mohnöl wird durch 1 1 (probe nicht verändert, es bleibt flüssig, klar, und wird höchstens et* a ® eJ . pr° ^Bei Gegenwart jener fremden Oele zeigt während der ersten Stunde g ert 1das Oel entweder eine röthliche Färbung, und nach 12—24 Stunden bi ^ gl»'*''!,,dickliche oder breiige Schicht oder es haben sich einige undurchsichtig ^
körner darin abgesondert. Man kann auch circa 10 Tropfen des *ein Uhrgläschen geben und 2—3 Tropfen conc. Schwefelsäure in ^ eII ei s t^|Rande des Glases aus einfliessen lassen. Reines Mohnöl wird in ^ ü1^ c aMomenten der Berührung rein gelb gefärbt und dann beim Umrühren ^olivengriin. Nur das Madiaöl giebt eine ähnliche Reaction, die aI1(aber nicht. m
Das Mohnöl muss mit derselben Vorsorge wie das Provencewahrt werden.
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