Druckschrift 
2 (1878)
Entstehung
Seite
313
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Kreosotum.

313

M brennt angezündet mit leuchtender, stark russender Flamme. Von ver-Y Dfl ter Aetzkalilauge wird es aufgelöst und geht mit Alkalien überhaupt^l'bindungen ein. Es fällt Gummi und Eiweiss, nicht aber Leim. In derj ärm e reducirt es Lösungen der edlen Metalle. Sein spec. Gewicht schwanktjachen 1,0401,090, der Siedepunkt liegt zwischen 200 und 210°. In derj a a ' te bis zu 20° wird es zwar dickflüssiger, erstarrt aber nicht. Seine Lösungen^ Aetzkalilauge werden an der Luft sehr bald braun, endlich dunkel und|/'' :rar tig dick. Hauptbestandteile des Kreosots sindGuajacol undKresol,1 seine elementaren Bestandtheile sind Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauer-^ Bei mittlerer Temperatur vermag das Kreosot gegen 9 Proc. WasserL- ii5 sen, dagegen löst das Wasser nur 1,25 Proc., bei 100° aber 4,5 Proc.^Osot.

H Aufbewahrung. Man bewahrt das Kreosot vor Licht und Luft einiger-fy(. ai | Sen geschützt in Flaschen mit Glasstopfen, welche man in gut schliessendeJüchsen stellt, um die Verbreitung des Kreosotgeruches durch den Auf-i St a lirungsraum zu verhindern. Da Kreosot eine scharfe ätzende Flüssigkeit]Ü, So zählt man es zu den stark wirkenden Stoffen und bewahrt es in dere derselben auf.

«4 er ^""Üfung. Eine Verfälschung des Kreosots mit gereinigter Carbolsäure^ ®'ne Unterschiebung wässriger gereinigter Carbolsäure ist nicht unge-fc Q Uch. Es giebt nun verschiedene Reactionen, die giftige Carbolsäure

^kohlenkreosot) von dem minder giftigen Kreosot zu unterscheiden.4^ 1) Die flüssige (etwa 710 Proc. Wasser enthaltende) Carbolsäure ist iniiS ä j. fachen Volum eines Gemisches von 1 Th. Wasser mit 3 Th. Glycerin

Kreosot fast nicht löslich.

% ^ Von Aetzkalilauge erfordert Kreosot, um davon gelöst zu werden,^hrfacli grössere Menge, als die Carbolsäure. Die alkalische Lösungljf ; j sich nach und nach und wird zuletzt dunkelfarbig und theerartig dick,tej.; er Carbolsäure tritt diese Erscheinung entweder nicht oder in einemSeren Maasse auf.

c i rca einem lOfachen Volum Aetzammonflüssigkeit in derSesc hüttelt, wird Kreosot kaum gelöst. Beim Erwärmen bis zum Auf-'H findet nur eine theilweise Lösung statt und beim Erkalten sammelt%8 S i as Kreosot am Grunde der Flüssigkeit als eine gelbliche oder bräunliche. tzt ^ ass e. Das Volum derselben beträgt ungefähr das 3 / t fache des Kreosots.

nun e ' nen Tag bei Seite, so findet man die ammoniakalische Flüs-H gewöhnlich gelblich oder schwach bräunlich gefärbt. Carbolsäure löst^ ö gen sofort in dem Aetzammon. Wird diese Lösung aufgekocht undP'letti | a ° ^ e ' gestellt, so findet man die Flüssigkeit bläulich, blau oder

,! lu - Mit wenig Carbolsäure verfälschtes Kreosot Iässt die ammoniaka-. Itissigkeit im gleichen Falle zuweilen grünlich, gewöhnlich gelblichln en.

^ Verden 10 Tropfen Kreosot und 10 CC. Wasser durchschüttelt, dannTropfen Ferrichloridflüssigkeit gemischt, so erfolgt einep', 0( ^ er grünliche oder grüne trübe Flüssigkeit. Im Falle, dass einei, Me Un " eintritt, macht dieselbe schon nach einigen Minuten bis zu einer( j eiI| er grünlichbraunen oder braunen Farbe Platz. Carbolsäure giebt'ilt !^ se lben Umständen eine klare blaue Flüssigkeit, und diese FärbungU v; ^gelang.

' (]' man gleiche Volume Kreosot und Collodium, so resultirt eine

lc ^lich fliessende Masse. Dieselbe Mischung mit Carbolsäure gelatinirt